Schimmernde Schönheiten im Stadtmuseum

Metallästheten funkeln und strahlen

Hattingen/Ruhr. Es ist fast wie Weihnachten, wenn Museumsleiterin Gudrun Schwarzer-Jourgens und ihr Nachfolger Dominik Olbrisch die Exponate für die neue Ausstellung im Stadtmuseum Hattingen auspacken, denn es glitzert und funkelt im Raum.

„Die Metallästheten“ lautet der Titel der Ausstellung. Die Eröffnung ist am Freitag, 9. Oktober, um 19 Uhr, und der Eintritt ist frei. Bis zum 24. Januar 2027 werden dann im Denkmal am Marktplatz in Blankenstein die Schönheiten schimmern.

Gezeigt werden funktional durchdachte Alltagsgegenstände aus Messing, darunter Zierwerk für die Kaffeetafel oder den Bürotisch, aber auch Blumentöpfe oder Heizstrahler aus funkelndem Messing. "Die Exponate stammen aus dem Deutschen Messingmuseum für angewandte Kunst in Krefeld. Sie gehören zusammen mit Informationsmaterial und Bannern zu einer Wanderausstellung, die nun Station in Hattingen macht", erklärt Museumsleiterin Gudrun Schwarzer-Jourgens.

Für sie ist es die letzte Ausstellung, die sie vor ihrem Ruhestand organisiert. Wie immer gehört dazu auch ein Rahmenprogramm, etwa der Familiennachmittag am Sonntag, 18. Oktober. Dann werden, inspiriert von den Gefäßen der Ausstellung, eigene Stücke aus Papier und Draht hergestellt.

Bis zur Vernissage an diesem Freitagabend gibt es aber noch viel zu tun – noch stehen die schönen Dinge nicht an ihrem Platz. Die Museumschefin wird dabei von ihrem Nachfolger Dominik Olbrisch unterstützt, der seit Donnerstag im Museum aktiv ist. Beide kannten sich bislang nicht, arbeiten bei den Vorbereitungen aber bereits eingespielt Hand in Hand zusammen: „Wir haben den Eindruck, dass wir uns schon ewig kennen – die Arbeit im Team macht sehr viel Spaß“, freuen sich die beiden Museumsprofis.

Die Ausstellung zeigt zahlreiche Reformgestalter und ihre Entwürfe und verdeutlicht anschaulich, wie raffiniert und vielfältig die Gestaltung von Messinggeräten umgesetzt werden kann.

Mit viel Gespür für Details und einem großen Verständnis für das Material entwarfen international bekannte Gestalter wie Peter Behrens, Christopher Dresser, Henry van der Velde oder Bruno Paul ästhetisch anspruchsvolle, funktional durchdachte Alltagsgegenstände aus Messing.

Wegen seiner guten Eigenschaften, seines niedrigen Preises und seiner goldenen Färbung erfreuten sich Gegenstände wie Stövchenkannen sowie kleinere und größere Gefäße aus Messing großer Beliebtheit. Eine repräsentative Auswahl wird in der Ausstellung gezeigt.

Hier zum Flyer anklicken.

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