Naturmarkt und Spielplatzeröffnung locken zahlreiche Gäste nach
Blankenstein
Hattingen/Ruhr. Pflanzen tauschen, Pflegetipps sammeln und
gemeinsam die Natur entdecken: Der erste Pflanzen- und Naturmarkt
„Blatt und Blüte“ lockte am vergangenen Samstag jede Menge
Besucherinnen und Besucher auf den Marktplatz in Blankenstein. Bei
bestem Wetter wurde gestöbert, gefachsimpelt und getauscht. Auch
zahlreiche Stauden wechselten gegen eine kleine Spende den Besitzer.
Nur wenige Meter weiter gab es einen weiteren Anlass zum Feiern: Der
neu gestaltete Spielplatz am Eingang zum Gethmannschen Garten wurde
offiziell eröffnet. Zwar fehlen
noch einige Spielgeräte, aber das tat der Spielfreude keinen
Abbruch. Damit bot der Samstag ein abwechslungsreiches
Programm für Naturinteressierte und Familien gleichermaßen.
„In sechs Monaten
öffnet die IGA 2027 ihre Tore. Auch Hattingen ist mit zwei Projekten
dabei. Mein herzlicher Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen, die
zum Teil seit Jahren mit großem Engagement daran arbeiten, die
Umgestaltung der Ruhrpromenade und die Weiterentwicklung des
Gethmannschen Gartens Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte
Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing bei der Eröffnung. Gemeinsam
mit geladenen Gästen, darunter Landrat Jan-Christoph Schaberick und
Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH, gab
sie den Spielplatz offiziell frei. Neben der Spielfläche wurden auch
die neu gestalteten Parkeingänge eingeweiht.
Welche Bedeutung das
Projekt über die Stadtgrenzen hinaus hat, betonte
IGA-Geschäftsführer Horst Fischer: „Die IGA 2027 soll Impulse geben, die dauerhaft
in der Region wirken. Der Gethmannsche Garten ist dafür ein hervorragendes
Beispiel: Ein bedeutendes historisches Gartendenkmal wird behutsam
weiterentwickelt, besser zugänglich und um zeitgemäße Angebote ergänzt. Mit dem
neuen Spielplatz kommt nun ein weiterer wichtiger Baustein hinzu, von dem vor
allem Kinder und Familien langfristig profitieren.“
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Für staunende
Gesichter sorgte an beiden Veranstaltungsorten Gustav, der schnellste
Gärtner der Welt. Mit seiner Seifenblasenshow begeisterte er auf dem
Spielplatz und wenig später auch die Gäste des Naturmarktes und
brachte damit Jung und Alt zum Staunen.
Während sich im
Gethmannschen Garten alles ums Spielen und Entdecken drehte, stand
auf dem Marktplatz die Pflanzen- und Artenvielfalt im Mittelpunkt.
Das Organisationsteam rund um die städtische Klimaschutzmanagerin
Svenja Breddemann hatte gemeinsam mit zahlreichen Partnern ein
vielfältiges Informations- und Mitmachangebot auf die Beine
gestellt. Neben dem Klimaschutzmanagement und der vhs der Stadt
beteiligten sich unter anderem die Wohnungsgenossenschaft hwg, die
Wildnisschule Ruhr, der Naturschutzverein Hattingen e.V., der NABU,
der Artenschutzverein Hattingen, der Imkerverein und der Verein
Naturgarten e.V. Ergänzt wurde das Angebot durch einen
Informationsstand zum Thema Obstbaumschnitt.
Auch die Pflanzen
selbst standen natürlich im Mittelpunkt: Die hwg brachte mehr als
200 Pflanzen mit und informierte über deren richtige Pflege. Mit
dabei waren unter anderem Natternkopf und Wiesensalbei, die auch im
naturnahen Garten ihren Platz finden können.

„Wir sind mit dem
Auftakt mehr als zufrieden. Gerade bei einer Premiere lässt sich
schwer einschätzen, wie groß das Interesse sein wird. Umso schöner
ist es, dass so viele Menschen gekommen sind, sich informiert,
Pflanzen mitgenommen und miteinander ins Gespräch gekommen sind“,
freut sich Svenja Breddemann, die auch für die Saatgutbibliothek in
der Stadtbibliothek verantwortlich ist. Dort geht es im kommenden
Jahr weiter: Die nächste Saatgutbibliothek findet am Samstag, 13.
März 2027, in der Stadtbibliothek Hattingen statt.