Gebäudewirtschaft nutzt die schulfreie Zeit
für zahlreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen
Hattingen/Ruhr. Wenn
Klassenzimmer leer stehen und in Sporthallen kein regulärer
Schulbetrieb stattfindet, wird die Gelegenheit genutzt, um zu
sanieren, umzubauen und die städtischen Gebäude fit für die
Zukunft zu machen. Der Fachbereich Gebäudewirtschaft hat die sechs Wochen der
Sommerferien genutzt, um zahlreiche Maßnahmen an weiterführenden
Schulen, Grundschulen, Kitas und Sportstätten umzusetzen. Insgesamt
wurden rund 3,26 Millionen
Euro investiert.
Ein umfangreiches
Projekt lief an der Gesamtschule Welper. Dort mussten nach einem
mutwillig herbeigeführten Wasserschaden sechs Klassenräume im
Erdgeschoss sowie Räume im Untergeschoss saniert werden. Der Schaden
beläuft sich auf rund 500.000
Euro.
Die
betroffenen Klassenräume wurden in den vergangenen Wochen umfassend
instandgesetzt. Dabei wurden unter anderem Oberflächen erneuert,
Fliesen- und Bodenarbeiten durchgeführt sowie Arbeiten an der
Elektroinstallation und Wasserversorgung vorgenommen. Auch die
Nischen an den Heizkörpern wurden neu verkleidet. Im Zuge der
Sanierung zeigte sich zudem, dass Teile der vorhandenen Leitungen
altersbedingt bereits in einem schlechten Zustand waren. Da Wände
und Böden ohnehin geöffnet werden mussten, wurden diese Leitungen
gleich mit erneuert. „Wenn wir schon einmal an diesen Stellen
arbeiten, wäre es nicht sinnvoll gewesen, alte und möglicherweise
ebenfalls sanierungsbedürftige Leitungen unangetastet zu lassen“,
erklärt die stellvertretende Fachbereichsleiterin Birgit Sieber. Die
sechs Klassenräume standen zum Schulstart in dieser Woche wieder zur
Verfügung und werden von den neuen Fünftklässlerinnen und
Fünftklässlern genutzt. Die Musikräume im Untergeschoss werden im
Rahmen der weiteren Sanierung voraussichtlich in den Herbstferien
2026 fertiggestellt.
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Auch im Schulzentrum
Holthausen wurde die Ferienzeit intensiv genutzt. In der Sporthalle
des Gymnasiums wird seit Beginn der Sommerferien der komplette
Hallenboden erneuert. Auf rund 1.350
Quadratmetern wurde der alte Boden zunächst
vollständig zurückgebaut. Anschließend entsteht ein neuer,
flächenelastischer Sportboden. Dabei handelt es sich nicht um einen
einfachen Austausch des Belags. Der neue Boden besteht aus einem
mehrschichtigen Aufbau mit Ausgleichsschüttung, Unterkonstruktion
sowie Dämm- und Dämpfungsschichten und dem eigentlichen Sportboden.
Zusätzlich wird der Prallschutz an den Wänden ergänzt
beziehungsweise erneuert. Die Sanierung kostet rund 250.000
Euro. Die
Arbeiten sollen bis Ende September abgeschlossen sein. Ab
Oktober soll die Sporthalle wieder vollständig
genutzt werden.
An der Grundschule
Bruchfeld wurde die Ferienzeit genutzt, um zusätzliche Räume für
den Offenen Ganztag zu schaffen. Der bisher von der vhs für
Deutsch-Integrationskurse genutzte Pavillon wurde dafür umgebaut.
Entstanden sind zwei große Gruppenräume und ein Büro. Jetzt
können dort 48 der
insgesamt 174 OGS-Kinder
der Klassen 1 bis 4 betreut werden. Dafür wurden unter
anderem Malerarbeiten durchgeführt, Decken abgehängt, Rauchmelder
und eine Hausalarmierungsanalge installiert, Waschbecken erneuert und
die Beleuchtung angepasst. Die Umbauarbeiten kosteten rund 40.000
Euro. Der
Pavillon an der Grundschule Bruchfeld ist bereits der dritte
VHS-Pavillon, der innerhalb der vergangenen vier Jahre zu
OGS-Räumlichkeiten umgenutzt wurde.
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Neben diesen
Beispielen wurden in den Sommerferien zahlreiche weitere Maßnahmen
umgesetzt. In den städtischen
Kitas wurden insgesamt rund 920.000
Euro investiert.
Dazu gehören unter anderem Dachsanierungen an der Kita Habichtstraße
und am Familienzentrum Holthausen mit jeweils rund 300.000 Euro. Im
Familienzentrum Nordstraße wurden für rund 220.000 Euro
Heizleitungen erneuert und eine Schadstoffsanierung durchgeführt.
Für die
Grundschulen
standen rund 190.000 Euro
zur Verfügung. Darunter fallen beispielsweise die Sanierung von
Klassenräumen an der Grundschule Oberwinzerfeld sowie
Brandschutzmaßnahmen im Treppenhaus und im Spitzboden der
Grundschule Blankenstein.
An den
weiterführenden Schulen
wurden insgesamt rund 2,1
Millionen Euro eingesetzt. Neben der Sanierung an der
Gesamtschule Welper gehörten unter anderem Arbeiten am
Verwaltungstrakt sowie die Erneuerung des Bodenbelags von rund 430
Quadratmetern samt neuer Lehrküche an der Realschule Grünstraße
und der Neubau der Container mit vier Klassen am Gymnasium Waldstraße
dazu.
Auch die
Sportstätten
wurden berücksichtigt: Rund 51.000
Euro flossen unter anderem in die Erneuerung der
Duschpaneele am Sportplatz Rauendahl und den Einbau einer
Trinkwasser-Spülstation an der Turnhalle Talstraße.
„Hinter vielen
dieser Arbeiten steckt eine intensive Vorbereitung und Koordination“,
sagt Birgit Sieber. „Gerade in den Ferien versuchen wir die Zeit zu
nutzen, in der Schulen und Kitas nicht oder nur eingeschränkt
genutzt werden. Viele Arbeiten, die im laufenden Betrieb kaum möglich
wären, können dann innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden.“
Insgesamt wurden in den
Sommerferien und
darüber hinaus
rund 3,26 Millionen Euro in die städtischen Gebäude und
Sportstätten investiert.