Brücke Am Schnüber wird erneuert

Drittes Brückenbauwerk nach dem Hochwasser entsteht

Hattingen/Ruhr. Die Brücke „Am Schnüber“ über den Felderbach wird durch einen hochwasseroptimierten Neubau ersetzt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im September 2026 beginnen und bis Februar 2027 abgeschlossen sein. Während der Bauzeit ist der Bereich für den Verkehr vollständig gesperrt. Eine entsprechende Umleitung wird eingerichtet.

Die bestehende Brücke wurde beim Hochwasser im Sommer 2021 erheblich beschädigt und in Teilen weggespült. Das Bauwerk bestand aus einem Bruchstein-Gewölbe und einer Stahlbetonkonstruktion. Nach dem Hochwasser wurde die beschädigte Brücke durch eine Behelfsbrücke ersetzt, die das Technische Hilfswerk (THW) auf Bitten der Stadt Hattingen kurzfristig errichtet hatte. Nun wird auch diese Übergangslösung durch ein dauerhaftes Bauwerk ersetzt.


Der Neubau wird als Stahlverbundbrücke mit Stahlträgern und einer Stahlbetonplatte ausgeführt und erhält eine Tiefgründung. Bei der Planung wurde besonderer Wert auf eine hochwasseroptimierte Bauweise gelegt. Die Ausführung wurde deshalb eng mit der Unteren Wasserbehörde abgestimmt. Auch die Lage im Naturschutzgebiet erforderte eine enge Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde.

„Die neuen Bauwerke werden so geplant, dass sie auch mit zukünftigen Hochwasserereignissen besser umgehen können“, erklärt der Fachbereich Tiefbau. Die Planungen berücksichtigen dabei auch ein Hochwasserereignis, das statistisch betrachtet einmal in 100 Jahren auftritt. Die neuen Bauwerke sind so konzipiert, dass sie im Hochwasserfall auch überspült werden können, ohne dabei beschädigt zu werden.

Die Baukosten für den Neubau der Brücke „Am Schnüber“ liegen bei rund 475.000 Euro. Die Maßnahme wird vollständig aus Mitteln der Wiederaufbauhilfe des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Insgesamt hat die Stadt Hattingen im Rahmen der Förderrichtlinie „Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen“ rund 12 Millionen Euro für die Beseitigung der Schäden aus der Flutkatastrophe 2021 bewilligt bekommen. Die Fördermittel ermöglichen es, die beschädigte Infrastruktur nicht nur wiederherzustellen, sondern bei den betroffenen Bauwerken zugleich Maßnahmen für einen besseren Hochwasserschutz umzusetzen.

Fotos: (C) Stadt Hattingen



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