Jugendliche entwickeln Ideen für bessere Mobilität
Gesamtschule Hattingen.
Wie kann Mobilität in Hattingen sicherer, gerechter und
klimafreundlicher werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der
Jahrgang 8 der Städtischen Gesamtschule Hattingen beim diesjährigen
Aktionstag Klimaschutz am 14. Oktober. Erstmals stand dabei ein
Planspiel zur Mobilität auf dem Programm, bei dem die Jugendlichen
die Verkehrssituation rund um ihre Schule untersuchten und eigene
Verbesserungsvorschläge entwickelten. Die Jahrgänge 6 und 7
beschäftigten sich erneut mit den Themen Müll und Wald.
Im
Mittelpunkt des neuen Projekts stand die Frage, wie eine Stadt
gestaltet sein muss, damit unterschiedliche Menschen sicher und
möglichst klimafreundlich unterwegs sein können. Dafür schlüpften
die Schülerinnen und Schüler zunächst in verschiedene Rollen: vom
jugendlichen Radfahrer über die ältere Person mit Rollator bis hin
zum Busfahrer oder zur Paketzustellerin. So lernten sie, die
Bedürfnisse unterschiedlicher Verkehrsteilnehmender wahrzunehmen und
mögliche Interessenkonflikte zu erkennen.
Anschließend
wurden sie selbst zu Mobilitätsforscherinnen und -forschern.
Ausgestattet mit iPads und digitalen Messbändern erkundeten sie in
Kleingruppen verschiedene Bereiche rund um die Schule. Sie
dokumentierten problematische Stellen, hielten ihre Beobachtungen
digital fest und überlegten, wie sich die Situation verbessern
ließe. Dabei ging es unter anderem um unsichere Stellen, Barrieren
und schwierige Wege sowie um die Frage, welche Menschen davon
besonders betroffen sind.
Die
Ergebnisse sollen der Stadt Hattingen vorgestellt werden. Damit
knüpft das Projekt thematisch an einen Klimaworkshop in der
Oberstufe an, bei dem Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Herrn
Falke, dem Klimaanpassungsmanager, nach grüneren und nachhaltigeren
Lösungen für Hattingen gesucht hatten. Beide Projekte zeigen:
Jugendliche möchten ihre Stadt mitgestalten und bringen eigene Ideen
dafür mit.
Schulleiter
Julian Güting betont: „Mit dem Aktionstag möchten wir
Nachhaltigkeit noch stärker im Schulalltag verankern. Es ist uns
wichtig, dass Schülerinnen und Schüler ihre Umwelt bewusst
wahrnehmen, eigene Ideen für Verbesserungen entwickeln und erfahren,
dass ihre Perspektiven gefragt sind. Wir sind gespannt, welche
Impulse aus den Untersuchungen zur Mobilität entstehen und wie sich
diese weiter aufgreifen lassen.“
Jolina
Leicher, eine Schülerin aus dem 8. Jahrgang, die den Aktionstag in
der Nachhaltigkeitsgruppe Welper Verde mit vorbereitet hat, sagt:
„Wir haben gemerkt,
dass man manche Stellen rund um unsere Schule ganz anders wahrnimmt,
wenn man sich genauer damit beschäftigt. Es war spannend, die
Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu sehen und gemeinsam zu
überlegen, was man verändern könnte.“
Auch
die Jahrgänge 6 und 7 beschäftigten sich beim Aktionstag mit
zentralen Fragen des Klima- und Umweltschutzes. Jahrgang 6 setzte
sich erneut mit dem Thema Müll auseinander. Jahrgang 7 erkundete mit
dem Waldpädagogen Martin Maschka den Lebensraum Wald. Die
Schülerinnen und Schüler waren erneut mit großer Begeisterung bei
den Waldführungen dabei und konnten den Wald unmittelbar erleben und
entdecken.
Der
Aktionstag Klimaschutz ist Teil des Engagements der Gesamtschule
Hattingen für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Ziel ist
es, junge Menschen darin zu stärken, ökologische Zusammenhänge zu
verstehen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Lebenswelt aktiv
mitzugestalten – ob beim Umgang mit Müll, beim Schutz des Waldes
oder bei der Frage, wie eine nachhaltige Stadt von morgen aussehen
kann.