Teilnehmende Senioren beim Erste-Hilfe-Kurs bei der Feuerwehr Hattingen

Gut vorbereitet für den Notfall

Erfolgreicher Erste-Hilfe-Kurs für Senioren in der Feuerwache Hattingen

Hattingen/Ruhr. Was gehört in eine Notfalldose? Wie funktioniert ein Notruf über die Nora-App? Wann wähle ich die 112 und wann die 116117? Und woran erkenne ich eigentlich einen echten Notfall? beschäftigten sich 20 Seniorinnen und Senioren bei einem Erste-Hilfe-Kurs in der Feuerwache Hattingen. Das kostenlose Angebot des Hattinger Seniorenbüros und der Feuerwehr Hattingen fand erstmals statt und stieß auf großes Interesse. Die Idee dazu war im Hattinger Seniorenforum entstanden.

Reanimation beim Erste-Hilfe-Kurs gehört zu den wichtigsten Übungen. „Wir haben mit dem Kurs offenbar einen Nerv getroffen. Die Teilnehmenden waren sehr interessiert, haben viele Fragen gestellt und sich intensiv mit den verschiedenen Themen auseinandergesetzt. Das positive Feedback bestärkt uns darin, das Angebot fortzuführen. Deshalb möchten wir im Frühjahr weitere Termine anbieten“, sagt Tanja Meis vom Hattinger Seniorenbüro.

Inhaltlich standen zwei Bereiche im Mittelpunkt: Die Brandschutzprävention und der praktische Umgang mit Notfallsituationen. Den Auftakt bildeten Informationen rund um die sogenannte Notfalldose. Die kleine grüne Kunststoffdose enthält ein Informationsblatt mit wichtigen persönlichen und medizinischen Angaben, die im Ernstfall für Rettungskräfte hilfreich sein können. Dazu zählen beispielsweise Vorerkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente und Kontaktdaten von Angehörigen. Auch ein aktueller Medikamentenplan kann darin hinterlegt werden.

Darüber hinaus ging es um das richtige Absetzen eines Notrufs, die Nutzung der Nora-Notruf-App und die Möglichkeiten eines Hausnotrufs. Auch typische Krankheitsbilder wie Herzinfarkt und Schlaganfall wurden besprochen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sturzprophylaxe. Gerade in den eigenen vier Wänden gibt es häufig Stolperfallen, die sich mit einfachen Maßnahmen vermeiden lassen. Die Botschaft an die Teilnehmenden: Lieber langsam, aber sicher. „Uns ist wichtig, dass ältere Menschen mögliche Gefahrensituationen erkennen und wissen, wie sie sich im Alltag schützen können. Oft sind es schon kleine Veränderungen und einfache Verhaltensweisen, die einen großen Unterschied machen“, erklärt Marcel Weldert, Brandschutztechniker bei der Feuerwehr Hattingen.

Notfalldose für Daheim. Hier sollen die wichtigesten Notfall-Infos aufbewahrt werden.

Natürlich durfte auch der praktische Teil eines Erste-Hilfe-Kurses nicht fehlen: Unter Anleitung übten die Teilnehmenden die stabile Seitenlage und die Herzdruckmassage. An einer Reanimationspuppe konnten sie selbst ausprobieren, worauf es bei der Wiederbelebung ankommt und wie die richtigen Handgriffe funktionieren. „Viele Menschen haben ihren letzten Erste-Hilfe-Kurs vor Jahren besucht. Deshalb ist es wichtig, das Wissen regelmäßig aufzufrischen und vor allem die praktischen Handgriffe selbst auszuprobieren. Wir möchten Hemmschwellen abbauen und den Teilnehmenden Sicherheit vermitteln. Denn im Notfall ist es entscheidend, nicht aus Angst vor Fehlern untätig zu bleiben. Auch einfache Maßnahmen können Leben retten“, betont Hauptbrandmeister Maximilian Heuer.


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