Freude über Landesförderung
EN-Kreis. In zentraler Lage von Hattingen entsteht mit dem Quartier "Alte Feuerwache" ein neues Wohnquartier – es verbindet öffentlich geförderten Wohnraum in zentraler Lage mit sozialer Infrastruktur, Pflege- und Unterstützungsangeboten sowie attraktiven Freiräumen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das Vorhaben mit einer Förderung in Höhe von rund 9,89 Millionen Euro.
"Um angesichts gestiegener Baukosten bezahlbaren Wohnraum in zentralen Lagen weiterhin realisieren zu können, ist die öffentliche Förderung wichtiger denn je. Das zeigt dieses Projekt beispielhaft. Es erhält wichtigen Rückenwind", machte Landrat Jan-Christoph Schaberick bei einem Ortstermin deutlich. Mit der exakten Fördersumme von 9.888.602 Euro gehöre die "Alte Feuerwache Hattingen" aktuell zu den größeren Quartiersprojekten im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Als zuständige Bewilligungsbehörde war die Kreisverwaltung die Schnittstelle zwischen Land, NRW.BANK, Kommune und Bauherrn, hat beraten, geprüft und die Förderzusage erteilt. Die Fördermittel fließen aus dem so genannten Budgetteil "Quartiere". Grundlage hierfür ist der integrierte Ansatz an der Alten Feuerwache.
Umgesetzt wird dieser von der Hattinger Wohnungsbaugenossenschaft hwg als Bauherr. Auf dem Areal im Bereich Friedrichstraße/Mörikestraße entstehen fünf vier- bis fünfgeschossige Gebäude mit 63 Wohneinheiten. Dazu gehören zwei Gruppenwohnungen mit jeweils zehn Zimmern für eine Senioren- beziehungsweise Behinderten-Wohngemeinschaft sowie drei Gewerbeeinheiten für Tagespflege, Kurzzeitpflege und ein Café. In einer Tiefgarage wird es 79 Pkw-Stellplätze und 170 Fahrradstellplätze geben. Das gesamte Investitionsvolumen liegt bei rund 30 Millionen Euro angegeben.
Öffentlich gefördert werden insgesamt 30 Wohnungen mit zwei, drei oder vier Zimmern sowie zwei Gruppenwohnungen. Der Wohnungsmix reicht von Zwei- über Drei- bis hin zu Vierzimmerwohnungen.
"Städtebaulich ist das Quartier so angelegt, dass sich die fünf Gebäude um einen zentralen Quartiersplatz gruppieren. Die oberen Geschosse springen teilweise als Staffelgeschosse zurück, die Gebäude verfügen überwiegend über Loggien. Ziel des Entwurfs ist ein Ensemble mit hohem Wiedererkennungswert und hoher Aufenthaltsqualität. Private und halböffentliche Bereiche sollen dabei sinnvoll miteinander verbunden werden", skizziert Dr. David Wilde, Vorstandsvorsitzender der hwg das Projekt.
Als quartiersbildende Elemente nennt er das geplante Café, einen zentralen Platz mit Spielflächen, Grünanlagen, Sitzgelegenheiten und Mietergärten sowie einen Pavillon, dessen Dach als Aufenthaltsort für die Bewohnerinnen und Bewohner dienen soll.
Weiterer Pluspunkt: Die Lage des Quartiers ist altstadtnah. Gastronomie, Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten sind fußläufig erreichbar. Zudem besteht eine gute Anbindung an Bus und Bahn sowie Car-Sharing-Plätze.
Zufriedenes Fazit von Hattingens Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing: "Ich freue mich, dass die ehemalige städtische Fläche unserer Feuerwehr mit einem zukunftsweisenden Konzept von der hwg bebaut wird. Wir brauchen dringend neuen Wohnraum und haben einen hohen Bedarf an öffentlich gefördertem Wohnungsbau und es ist gut, dass dieser jetzt an zentraler Stelle mitten in der Innenstadt entsteht."
Stichwort Wohnungsbauförderung
Während das Land Nordrhein-Westfalen Programme, Förderkonditionen und Förderbudgets festlegt, sind die Kreise und kreisfreien Städte vor Ort Ansprechpartner für Antragssteller aus Mitteln der öffentlichen Wohnraumförderung. Mit dieser Förderung sollen moderne, barrierefreie, klimaschutzorientierte und insbesondere bezahlbare Wohnangebote mit Mietpreis- und Belegungsbindungen geschaffen, erhalten und modernisiert werden.
Foto: Trafen sich zur Übergabe des Förderbescheides auf dem Gelände der Alten
Feuerwache: Jan-Christoph Schaberick, Dr. David Wilde, Melanie
Witte-Lonsing, Guido Zander (hwg), Meike Riedesel (Ennepe-Ruhr-Kreis)
und Marcus Kibilka (hwg).(C) UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis