Fliegende Modulbauten eingetroffen
Hattingen/Ruhr. Fast schien
es, als würden sie vom Himmel fallen: Anfang der Woche schwebten die
neuen Klassenräume für das Gymnasium Waldstraße an zwei Tagen per
Kran auf das Schulgelände. Das Besondere: Die insgesamt 22 Module
wurden bereits vorgefertigt angeliefert und vor Ort zusammengesetzt.
Die vier zusätzlichen Klassenräume schaffen die notwendigen
Kapazitäten für den zusätzlichen Jahrgang, der durch die Rückkehr
von G8 zu G9 entsteht.
Die Module in den
Farben Quarzgrau und Olivgelb wurden aus Tschechien nach Hattingen
transportiert. Ein ähnliches Konzept wurde bereits im vergangenen
Jahr an der Realschule Grünstraße umgesetzt. Dort konnten die
Modulräume Ende 2025 in Betrieb genommen werden.
Seit Mitte Mai
laufen die Arbeiten auf dem hinteren Teil des Schulparkplatzes auf
Hochtouren. Zunächst musste das Fundament für den zweigeschossigen
Modulbau hergestellt werden, bevor die Anlieferung und Montage der
einzelnen Elemente beginnen konnten. Bereits im Vorfeld hatte die AVU
von der Friedrichstraße aus eine zusätzliche Stromleitung zur
Anlage verlegt. Der vorhandene Stromanschluss auf dem Schulgelände
hätte für die Versorgung der neuen Räume nicht ausgereicht.
In den kommenden
Wochen stehen die Ausbauarbeiten im Inneren des Gebäudes an. Dazu
gehören unter anderem der Trockenbau, die Montage der abgehängten
Decken, Bodenbelagsarbeiten sowie die Installation von Türen,
Klimageräten, Abwasserleitungen und der gesamten Elektrotechnik.
Darüber hinaus werden die notwendigen technischen Anschlüsse
hergestellt und die Klassenräume mit Unterrichtsmobiliar
ausgestattet.
Ebenfalls vorgesehen
sind die Montage von zwei Treppenanlagen zur Erschließung und als
Fluchtwege sowie eine barrierearme Rampe. Anschließend wird das
Gebäude an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen und mit der
erforderlichen digitalen Infrastruktur ausgestattet. Zum Schluss wird
die Dachkonstruktion aufgesetzt. Zudem erhalten die Klassenräume
Rollläden. Geplant ist, dass die Schülerinnen und Schüler die
neuen Räume unmittelbar nach den Sommerferien nutzen können.
Der zweigeschossige
Modulbau verfügt über eine Grundfläche von rund 351 Quadratmetern.
Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 1,25 Millionen
Euro.