Bürgermeisterin
verurteilt Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin
Hattingen/Ruhr.
Mit großer Bestürzung reagiert Bürgermeisterin Melanie
Witte-Lonsing auf den Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD)
in Berlin. Auf der Mahnwache am Hattinger Rathaus, an der am Montag
Abend rund 150 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen haben, sagt sie:
„Ich bin erschüttert und entsetzt über den Anschlag auf den
Berliner CSD. Die Menschen wollten dort friedlich und fröhlich ein
Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen – so wie wir es erst am
11. Juli auch in Hattingen erlebt haben“, erklärt die bestürzte
Bürgermeisterin.
Vor 14 Tagen wurde in Hattingen der erste Christopher Street Day
gefeiert. Rund 1.000 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil.
Zahlreiche Ehrenamtliche engagierten sich mit großem Einsatz für
die Organisation und machten den Tag zu einem bewegenden Zeichen für
Offenheit, Vielfalt und Zusammenhalt. „Umso größer ist unsere
Bestürzung über den Anschlag auf die Teilnehmenden des Christopher
Street Day in Berlin. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, den
Angehörigen der Opfer und allen, die dieses schreckliche Ereignis
miterleben mussten.“
Die Bürgermeisterin betont, dass die Tat weit über die
unmittelbaren Opfer hinauswirke: „Dieser Anschlag ist ein Angriff
auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und
zusammenzuleben. Hass und Gewalt dürfen niemals bestimmen, wie
Menschen ihre Identität leben oder für ihre Rechte eintreten.“
Sie rief vor dem Rathaus mit den Organisatoren und Organisatoren
des Hattinger CSD Bürgerinnen und Bürger auf, sich nicht
einschüchtern zu lassen und gemeinsam ein Zeichen der Solidarität,
des Mitgefühls und des Zusammenhalts zu setzen.
„Gemeinsam wollen wir den Betroffenen gedenken und ein klares
Zeichen setzen: Queere Menschen müssen überall sicher leben, lieben
und sichtbar sein können – in Berlin, in Hattingen und überall.
Wir stehen zusammen. Gegen Hass. Für Vielfalt.“