Im Herbst geht es mit
der Kennzeichnung los
Hattingen/Ruhr. Die Bio- und
Restmülltonnen in Hattingen werden digital. Die Stadt Hattingen führt bis Ende
des Jahres ein Identifikationssystem für Abfallbehälter ein. Das hat die
Kommunalpolitik bereits beschlossen. Ziel ist es, mehr Transparenz, Fairness
und Effizienz bei der Abfallentsorgung zu schaffen.
Service
für Bürgerinnen und Bürger kostenlos
Die Stadt
betont: „Das Identifikationssystem dient ausschließlich der Behälterverwaltung.
Der Abfall wird weder gewogen noch wird der Inhalt der Tonnen durch das neue
System überprüft. Die Nachrüstung ist für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos.
Durch die Kennzeichnung lässt sich die Abfuhr der Tonnen präziser planen und
sorgt gleichzeitig für mehr Gebührengerechtigkeit.
„Behälter, die
der Stadt nicht gemeldet sind und für die folglich keine Gebühren gezahlt
werden, können mithilfe des neuen Systems identifiziert werden. Hat eine Tonne
kein Etikett und Chip, wird sie nach Umsetzung des Systems im nächsten Jahr
nicht mehr geleert. Die durch falsche oder nicht angemeldete Tonnen
entstandenen Kosten, müssen künftig nicht mehr auf alle Gebührenzahler umgelegt
werden“, erklärt die Stadt.
„Vergessene“
Tonnen jetzt anmelden
Wer
feststellt, dass die eigene Tonne nicht angemeldet ist oder für eine falsche
Behältergröße Gebühren entrichtet werden, kann dies nachholen und sich an die
Stadt wenden – telefonisch unter 02324 204 3711 oder per E-Mail an .
Bis zum
Jahresende werden die rund 20.000 Abfallbehälter, die von den Stadtbetrieben
geleert werden, mit einem Transponder-Chip und einem Strichcode-Aufkleber
ausgestattet. Die Arbeiten führt das beauftragte Unternehmen Moba
ab Anfang November durch. Die betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer werden
im Vorfeld mit einem gemeinsamen Schreiben von Stadt und Unternehmen
schriftlich informiert. Zudem richtet das Unternehmen dann mit Versandt der
Schreiben eine Hotline ein. Betroffen sind 10.300 Grundstücke.
Damit bis
dahin keine Fragen offenbleiben, stellt die Stadt bereits jetzt umfassende
Informationen unter www.hattingen.de/tonnenchip
bereit.
Für die
Digitalisierung der Müllabfuhr investiert die Stadt Hattingen rund 215.000 Euro.
Die Kosten umfassen die Transponder-Chips sowie Dienstleistungen für deren
Installation und die Einführung des Systems. Nach den Erfahrungen von Anbietern
vergleichbarer Systeme amortisieren sich die Investitionen innerhalb von
anderthalb bis zwei Jahren.