Mit dem Format „Jugend kocht mit Politik“ hat das Hattinger Jugendparlament einen besonderen Weg gefunden, Jugendliche und Lokalpolitik miteinander ins Gespräch zu bringen: Beim gemeinsamen Kochen treffen Mitglieder des Jugendparlaments und weitere interessierte Jugendliche aus Hattingen auf Kommunalpolitikerinnen und -politiker. Gemeinsam werden Lieblingsgerichte zubereitet – und ganz nebenbei geht es um die Themen, die junge Menschen in Hattingen beschäftigen.
Die Jugendlichen können ihre Anliegen, Fragen, Wünsche und Ideen einbringen und mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern diskutieren. So entsteht politische Beteiligung in einem Rahmen, der bewusst jenseits der klassischen Sitzungs- und Ausschussarbeit stattfindet.
Das Format knüpft an frühere Angebote wie „Grill die Politik“ an.
Eine wichtige Rolle seit über 20 Jahren spielt dabei die partizipative Arbeitsweise des Hattinger Jugendparlaments: Die Jugendlichen werden nicht nur zu fertigen Angeboten eingeladen, sondern sind selbst an deren Entwicklung und Weiterentwicklung beteiligt. Die Zusammenarbeit mit den kommunalpolitischen Gremien ist dabei von einem direkten und kooperativen Austausch geprägt.
Das Hattinger Jugendparlament selbst besteht aus Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren, die in Hattingen wohnen oder zur Schule gehen. Es wird für jeweils zwei Jahre gewählt und hat unter anderem die Aufgabe, die Interessen junger Menschen zu vertreten und Politik, Verwaltung und Jugendliche miteinander ins Gespräch zu bringen.
Das JuPa beschäftigt sich nicht nur mit klassischer Politik. Jugendliche können beispielsweise bei der Gestaltung von Spiel- und Freizeitflächen mitwirken und Veranstaltungen, wie Jugenddiscos oder den Jugendkongress mitorganisieren.
„Jugend kocht mit Politik“ führt diesen Beteiligungsgedanken auf besonders praktische Weise fort. Auch 2026 hat das Jugendparlament bereits zweimal gemeinsam mit Politikerinnen und Politikern den Kochlöffel geschwungen. Unter den Gästen war dabei z.B. auch die Hattinger Bürgermeisterin. Die Treffen finden regelmäßig im Haus der Jugend statt.
Das Haus an der Bahnhofstraße 31b gehört organisatorisch zum Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadt Hattingen und ist, wie das Jugendparlament und seine Geschäftsführung Axel Nüsse, Teil der Abteilung Jugendförderung, Jugendkultur.
Schwerpunkt ist die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Jugendliche können das HdJ ohne Anmeldung als Treffpunkt nutzen, Freizeitangebote wahrnehmen und bei Bedarf pädagogische Beratung erhalten. Weitere wichtige Bereiche sind kulturelle Bildung und Kreativität, beispielsweise durch Medienprojekte, Workshops, Musik, Tanz und Veranstaltungen. Das HdJ fördert außerdem Partizipation und Demokratie, indem Jugendliche bei der Gestaltung des Programms mitwirken und das Jugendparlament unterstützt wird.
Darüber hinaus arbeitet das HdJ mit Schulen und anderen Einrichtungen zusammen und bietet Präventionsangebote zu Themen wie Mobbing, Sucht und Internetsicherheit an. Inklusion und Interkulturalität spielen eine wichtige Rolle: Das Haus steht allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von Herkunft, Religion oder körperlichen Voraussetzungen offen.
Pressetext Jugend kocht mit Politik
Symbolbild: Canva
