Rat beschließt Bürgeranregung
Hattingen/Ruhr. Es wurde bunt
in der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien: Die
Stadtverordnetenversammlung hat beschlossen, eine Bürgeranregung umzusetzen.
Die Gruppe „Hattingen hat Vielfalt und Demokratie“ hatte dazu eine offizielle
Eingabe an die Kommunalpolitik gerichtet.
Die Idee: In der Hattinger Innenstadt soll ein
Regenbogenfeld, finanziert über Spenden, als sichtbares Zeichen für Vielfalt
gestaltet werden. Mit ihrer Initiative möchte die Gruppe an die
gesellschaftliche Vielfalt sowie an die „Hattinger Erklärung“ aus dem Jahr 2024
erinnern. Zugleich weist sie darauf hin, dass der Regenbogen ein Symbol für
Vielfalt, Zusammenhalt und Demokratie ist.
In der Ratssitzung schlug die Verwaltung den
politischen Vertretern eine mit der Initiative abgestimmte Variante zum
Farbfeld vor: Die Gestaltung eines Abschnitts der Treppe am S-Bahnhof Hattingen
Mitte in den Farben des Regenbogens. Der stark frequentierte Eingangsbereich
zur Innenstadt soll dadurch zugleich städtebaulich aufgewertet werden. Außerdem
ist diese Lösung einfacher und kostengünstiger umzusetzen als ein großflächiges
Regenbogenfeld, wie es beispielsweise in der Essener Innenstadt zu finden ist.
Eine Mehrheit der Stadtverordneten stimmte dem Vorschlag im Großen Sitzungssaal
des Rathauses zu. Die Initiative wird Spenden für das Projekt sammeln.
In ihrer Eingabe an den Stadtrat erklärt die
Initiative „Hattingen hat Vielfalt und Demokratie“: „In Hattingen leben
Menschen, die ganz unterschiedlich sind. Sie haben verschiedene Herkünfte,
Hautfarben, Religionen, Geschlechtsidentitäten sowie körperliche, geistige oder
seelische Einschränkungen – und vieles mehr. Die Menschen sind so verschieden
wie die Farben des Regenbogens. Das Regenbogenfeld soll ein Zeichen dafür sein,
dass Vielfalt zu unserer Stadt gehört und dass Ausgrenzung, Menschenfeindlichkeit
und Intoleranz hier keinen Platz haben. Es soll außerdem Besucherinnen und
Besuchern signalisieren, dass Hattingen eine weltoffene und vielfältige Stadt
ist.“