Kunst im Dialog

Einladung zur Finissage der Ausstellung „Realität und Fiktion“

Hattingen/Ruhr. Mit einem Künstlergespräch und einer besonderen Videopräsentation endet am Sonntag, 12. Juli die Ausstellung „Realität und Fiktion“ im Stadtmuseum Hattingen. Ab 12 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, mit den Künstlerinnen Gudrun Kemsa und Martina Sauter ins Gespräch zu kommen. Als besonderes Highlight zeigt die Medienkünstlerin Myriam Thyes ihre Videoarbeit „Smart Pantheon“.

In der Videoarbeit der schweizerisch-luxemburgischen Medienkünstlerin Thyes bedienen unterschiedliche Menschen ihre Smartphones – auf den Bildschirmen erscheinen jedoch keine Apps, sondern lediglich die Bewegungen ihrer Hände. Jedes Händepaar nimmt dabei die beiden Rollen aus Michelangelos berühmter Darstellung der „Erschaffung Adams“ in der Sixtinischen Kapelle ein: Gottvater und Adam, deren Finger sich beinahe berühren. „Die Arbeit greift die Frage auf, welche Rolle Smartphones heute in unserem Leben spielen. Sie verbinden Menschen miteinander, ersetzen jedoch zugleich körperliche Nähe. Als ständige Begleiter sind sie die neuen Heiligen, an die wir uns klammern und die uns den Weg weisen – sie sind die modernen Amulette einer digitalisierten Gesellschaft“, erklärt Gudrun Schwarzer-Jourgens, Leiterin des Stadtmuseums.

Die Videopräsentation ergänzt die Foto-Ausstellung „Realität und Fiktion“, die seit Anfang Juni im Stadtmuseum zu sehen ist und sich mit der Frage beschäftigt, wie Wirklichkeit entsteht, wahrgenommen und erzählt wird. Während Gudrun Kemsa in ihren fotografischen und filmischen Arbeiten urbane Räume, Architektur und öffentliche Orte untersucht und dabei vertraute Strukturen neu erfahrbar macht, entwickelt Martina Sauter fotografische Bildwelten zwischen Inszenierung und Erinnerung. Ihre Arbeiten setzen sich mit Rollenbildern, Identität und medialen Wirklichkeiten auseinander und zeigen, wie eng Realität und Fiktion miteinander verwoben sind.

Zum Abschluss der Ausstellung bietet die Finissage die Gelegenheit, die unterschiedlichen künstlerischen Positionen noch einmal im direkten Austausch zu erleben. Mit der Präsentation von Myriam Thyes erweitert sie den Blick zudem um eine weitere Perspektive auf das Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit, Wahrnehmung und digitaler Lebenswelt.

Der Eintritt ist frei.

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