Gewinnerin des Vorgartenwettbewerbs wird ausgezeichnet

Blühendes Vorbild

Siegerin des ersten Hattinger Vorgartenwettbewerbs kommt aus Blankenstein

Hattingen/Ruhr. Vor rund fünf Jahren zog Ina Böckenhüser in ihr neues Zuhause am Steinweg in Hattingen-Blankenstein. Damals bestand der Vorgarten des Neubaus noch aus Schutt und Geröll. Heute präsentiert sich dort ein liebevoll gestaltetes Blütenmeer, das nicht nur das Auge erfreut, sondern auch zahlreichen Insekten einen wertvollen Lebensraum bietet. Für ihr Engagement wurde die 66-jährige Grundschullehrerin jetzt mit dem ersten Platz beim Hattinger Vorgartenwettbewerb „Hattingen blüht auf“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb war im vergangenen Jahr von Klimaschutzmanagerin Svenja Breddemann ins Leben gerufen worden. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing und Isolde Füllbeck vom NABU Hattingen besichtigte sie das Gartenidyll.

Ina Böckenhüser„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Mein Garten ist mein Rückzugsort. Hier komme ich zur Ruhe und genieße jeden Tag den Anblick der Pflanzen und Blumen“, sagt Ina Böckenhüser. Hortensien, Frauenmantel, Sonnenhut, Pfingstrosen und wilder Rosmarin prägen den naturnah angelegten Vorgarten. Vor allem Pink-, Lila- und Weißtöne verleihen ihm seinen besonderen Charakter. Eine besondere Herausforderung war die Hanglage eines Teils des Grundstücks. Stein für Stein legte die Hobbygärtnerin selbst, von der Planung bis zur Umsetzung verzichtete sie vollständig auf professionelle Unterstützung. Dass ihr das Gärtnern im Blut liegt, kommt nicht von ungefähr: Bevor sie Grundschullehrerin wurde, absolvierte sie eine Ausbildung zur Floristin. Zudem waren bereits ihre Mutter und ihr Großvater als Gärtner tätig.

„Mit dem Wettbewerb wollten wir bürgerschaftliches Engagement sichtbar machen und zeigen, wie viele inspirierende Vorgärten es in Hattingen gibt. Sie können anderen als Anregung dienen und dazu motivieren, den eigenen Garten naturnah und klimafreundlich zu gestalten“, sagt Klimaschutzmanagerin Svenja Breddemann.

Eine fachkundige Jury bewertete insgesamt sieben eingereichte Vorgärten und zeichnete die beiden besten aus. Jury-Mitglied Isolde Füllbeck vom NABU Hattingen begründet die Entscheidung: „Der Vorgarten von Ina Böckenhüser zeigt beispielhaft, wie ein ökologisch wertvoller Vorgarten im urbanen Raum gestaltet werden kann. Die große Vielfalt heimischer Stauden und Gehölze schafft Lebensräume für zahlreiche Tierarten und verbindet Naturnähe mit einer ansprechenden Gestaltung.“

Ökologisch wertvoll gestalteter Vorgarten

Nach fünf Jahren intensiver Arbeit ist der Garten inzwischen weitgehend fertig angelegt. Heute stehen vor allem Pflege und gelegentliche Nachpflanzungen im Mittelpunkt. „Mir war von Anfang an wichtig, auf langlebige Stauden und Pflanzen zu setzen. Außerdem ziehe ich viele Pflanzen selbst aus Setzlingen heran“, erzählt die passionierte Hobbygärtnerin. Im Laufe der Zeit ist außerdem ein kleiner Naschgarten für ihren Enkel entstanden. Viele Bäume und Pflanzen verbindet sie zudem mit persönlichen Erinnerungen. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro möchte sie in ein Wasserspiel für ihren Garten investieren.

Auch Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing zeigt sich beeindruckt: „Der Garten von Ina Böckenhüser ist nicht nur ein echter Hingucker, sondern auch ein Gewinn für Natur und Klima. Jeder naturnah gestaltete Vorgarten trägt dazu bei, versiegelte Flächen zu reduzieren und die Artenvielfalt zu fördern. Genau deshalb beginnt Klimaschutz oft direkt vor der eigenen Haustür.“

Ökologisch wertvoll gestalteter Vorgarten

Gruppenbild: V.l.n.r: Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing, Gewinnerin Ina Böckenhüser, Jury-Mitglied Isolde Füllbeck und Klimaschutzmanagerin Svenja Breddemann. © Stadt Hattingen.


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