Auszeichnung
für herausragendes Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt
Sprockhövel/Hattingen. Der Mathilde-Anneke-Preis 2026 geht an Frauen
helfen Frauen e.V. im Ennepe-Ruhr-Kreis – GESINE Intervention. Mit der
Auszeichnung würdigen die Städte Sprockhövel und Hattingen einen Verein, der
den Gewaltschutz für Frauen und Kinder über Jahrzehnte entscheidend geprägt und
weiterentwickelt hat.
Der Preis wurde von den Bürgermeisterinnen
Sabine Noll (Sprockhövel) und Melanie Witte-Lonsing (Hattingen) überreicht.
Ausgerichtet wurde die Preisverleihung von den Gleichstellungsbeauftragten
Kerstin Godschalk (Sprockhövel) und Katrin Brüninghold (Hattingen) gemeinsam
mit den Stadtarchiven beider Städte. Stellvertretend für den Verein nahmen die
Gründerinnen Andrea Stolte und Marion Steffens die Auszeichnung entgegen.
„Der Stand der Gleichstellung der Geschlechter
ist ein Gradmesser für den Zustand einer Demokratie. Wo Frauenrechte gestärkt
werden, wächst Demokratie. Wo Gleichstellung zurückgedrängt wird, gerät auch
die demokratische Kultur unter Druck“, betonten Kerstin Godschalk und Katrin
Brüninghold.
Gewürdigt wurde insbesondere die Initiierung und der Aufbau des
Frauenhauses im Ennepe-Ruhr-Kreis. Das Frauenhaus bietet seit vielen Jahren
Schutz und Unterstützung für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind,
und ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil der regionalen Hilfestruktur.
„Gleichstellungspolitische
Projekte und Initiativen wie der Preisträger Frauen helfen Frauen e.V. der
GESINE Intervention und das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ müssen gerade in
der heutigen Zeit gestärkt werden,“ erklärt Melanie Witte-Lonsing.
Frauen helfen Frauen e.V. verbindet seit vielen
Jahren praktische Unterstützung für Betroffene mit wissenschaftlicher
Expertise, Präventionsarbeit und internationaler Vernetzung. Die Arbeit des
Vereins reicht damit weit über die Grenzen des Ennepe-Ruhr-Kreises hinaus. Der
Mathilde-Anneke-Preis ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro dotiert und wird
zu gleichen Teilen von der Stadt
Hattingen und der Sparkasse Schwelm-Sprockhövel gestiftet.
„Der heutige Stand der Gleichstellung
ist ein hohes Gut, das mühsam erkämpft wurde, und dieses hohe Gut müssen wir
verteidigen“, hebt Sabine Noll hervor und bedankt sich für ihre wertvolle
Arbeit bei dem Preisträger und allen Nominierten des Anneke-Preises 2026, Urgur
Ince, Lisa-Katharina Zumbusch, OMAS GEGEN RECHTS Sprockhövel und der Band Munay
Hampi:y.