Netzwerk
„Engagierte Städte NRW“ tagt im Hattinger Rathaus
Hattingen/Ruhr.
Wie
können Städte bürgerschaftliches Engagement besser unterstützen?
Und welche Rahmenbedingungen braucht es, dass dieses Engagement langfristig auch Strukturen bilden
kann? Mit
dieser Frage beschäftigten sich Vertreterinnen und Vertreter des
Landesnetzwerks „Engagierte Städte NRW“ bei einem
Austauschtreffen vergangene
Woche
im Hattinger Rathaus.
Insgesamt
sechs Gäste aus verschiedenen Kommunen, darunter
Gütersloh, Schwerte und Sendenhorst
kamen nach Hattingen, um über Erfahrungen, Herausforderungen und
neue Ideen zur Förderung des Ehrenamts zu sprechen. Hattingen
gehört seit 2020 zum bundesweiten Netzwerk „Engagierte Städte“.
Mehr als 110 Städte, Gemeinden und Stadtteile in Deutschland sind
Teil dieses Programms. Ziel ist es, das
freiwillige Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Ort zu
stärken und Akteure aus Verwaltung, Stadtgesellschaft,
Wirtschaft und Politik besser zu vernetzen.
Innerhalb dieses bundesweiten Programms haben sich die
nordrhein-westfälischen Kommunen zusätzlich im Landesnetzwerk
„Engagierte Städte NRW“
zusammengeschlossen. Der regelmäßige Austausch hilft den Städten,
voneinander zu lernen und erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln.
Quartiersentwicklerin Gabriele
Krefting,
die Hattingen im Netzwerk vertritt, erklärt die Idee hinter der
Initiative: „Die ‚Engagierte Stadt‘ fördert nicht einzelne
Projekte mit Geld. Vielmehr geht es darum, Strukturen zu schaffen,
damit engagierte Menschen leichter zusammenfinden, ihre Ideen
umsetzen können und dabei Unterstützung erhalten.“
Bürgermeisterin
Melanie
Witte-Lonsing
begrüßte die Gäste im Rathaus und betonte die Bedeutung des
Ehrenamts für die Stadt: „Unsere Stadt lebt vom Engagement der
Menschen. Viele Bürgerinnen und Bürger setzen sich mit großem
Einsatz für ihre Nachbarschaft, für Vereine oder soziale Projekte
ein. Dieses Engagement verdient Unterstützung und gute
Rahmenbedingungen.“ Ein Beispiel dafür
ist das Projekt „Kresse
2.0“.
Im ehemaligen Gemeindehaus St. Engelbert in Niederbonsfeld entsteht
derzeit ein offener Ort für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft. Das
Projekt wird von engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen.
Mitinitiatorin Elena
Angerstein
stellte das Vorhaben beim Netzwerktreffen vor.
Durch das Treffen
führte Meike Hornbostel
vom Institut für soziale Innovation. Neben der zukünftigen
Ausrichtung des Netzwerks stand auch der
erste deutschlandweite Mitmachtag zum Geburtstag des Grundgesetzes
auf der Tagesordnung: Die Stadt Hattingen möchte am 30.
Mai 2026 das
ehrenamtliche Engagement feiern und sichtbar machen. In der oberen
Heggerstraße wird an diesem Tag eine Kaffeetafel aufgebaut, an der
Vereine zusammenkommen und sich präsentieren können.