Hattinger Müllabfuhr wird digitaler
Hattingen/Ruhr. Mehr
Transparenz, Fairness und Effizienz:
Die Stadt Hattingen führt ein digitales Identifikationssystem für Restmüll- und Biotonnen ein. Das hat der Haupt-
und Finanzausschuss in der
vergangenen Woche
beschlossen. Künftig
wird jede
Mülltonne digital erfasst und
einem Grundstück zugeordnet. So
ist gewährleistet, dass nur angemeldete Gefäße geleert werden,
also solche, für die auch Abfallgebühren gezahlt werden. Der
Chip verhindert zudem Verwechslungen oder Diebstahl von Behältern:
In der Vergangenheit verschwanden Tonnen gelegentlich von ihrem
Standplatz und wurden an anderer Stelle geleert, ohne dass Gebühren
entrichtet wurden.
Außerdem
bringt die
Digitalisierung operative Vorteile für die
Hattinger Stadtbetriebe,
zum Beispiel im Bereich Behältermanagement. So
lässt sich genau dokumentieren, welcher Behälter wann geleert
wurde. Vor Ort kann sofort nachvollzogen werden, welcher Behälter
welchem Eigentümer gehört. „Die verbesserte Transparenz soll die
Fairness für Gebührenzahler erhöhen und die Effizienz bei
Bereitstellung und Leerung der Behälter steigern“, erklärt die
Verwaltung. Erfahrungen anderer Kommunen zeigen, dass solche
Maßnahmen zu Mehreinnahmen von zwei bis vier Prozent führen können.
Um
die Digitalisierung der Müllabfuhr in Hattingen voranzutreiben,
nimmt die Stadtverwaltung rund
215.000
Euro in die Hand. Die Kosten umfassen die Chips
sowie Dienstleistungen zur Installation und Einführung des Systems.
Nach Erfahrungen von Anbietern solcher Systeme amortisieren sich die
Investitionen innerhalb von anderthalb bis zwei Jahren. Die
Einführung ist noch in diesem Jahr geplant. Eigentümerinnen und
Eigentümer werden zu gegebener Zeit von den Stadtbetrieben über die
praktische Umsetzung informiert.