Fotografie von Personen, die vor den Aufstellern der Ausstellung stehen

Mehr Selbstbestimmung durch das Persönliche Budget

Wanderausstellung zu Besuch im Hattinger Rathaus

Hattingen/Ruhr. Wie Menschen mit Behinderung ihr Leben möglichst eigenständig gestalten können, zeigt die kreisweite Wanderausstellung „Persönliches Budget – Mehr als Geld“ von den Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben NRW (KSL.NRW). Vom 23. bis zum 27. März ist die Ausstellung im Rathaus Hattingen zu Gast und informiert über das Persönliche Budget – eine gesetzliche Leistungsform, die Betroffenen mehr Spielräume für Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglicht. Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 23. März um 10 Uhr durch Christine Freynik, erste Beigeordnete der Stadt Hattingen. Im Anschluss findet ein Gespräch mit dem städtischen Inklusionsbeauftragten statt. 

Anhand persönlicher Geschichten und Portraits zeigt die Ausstellung im Rathausfoyer, wie Menschen mit Beeinträchtigungen das Persönliche Budget nutzen, um Assistenz und Unterstützung eigenständig zu organisieren und ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Die barrierefrei gestaltete Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich anhand von Filmen und Aufstellern zu informieren und mit Fachleuten sowie Beratungsstellen ins Gespräch zu kommen. Begleitend zur Ausstellung finden am Dienstag, 24. März zwei zusätzliche Veranstaltungen im Rathaus statt: Von 10 bis 14 Uhr bietet die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) des Ennepe-Ruhr-Kreises eine offene Beratung in Besprechungsraum 3 an. Außerdem hält das KSL.NRW von 16 bis 18 Uhr im Kleinen Sitzungssaal einen Vortrag unter dem Titel „Mit dem Persönlichen Budget mehr Selbstbestimmung im Alltag“.

Fotografie einer Person mit Rollstuhl, die sich die Aufsteller ansiehtDas sogenannte Persönliche Budget ist eine im Sozialgerecht verankerte Leistungsform, bei der Menschen mit Behinderung anstelle von festgelegten Dienst- oder Sachleistungen einen Geldbetrag für notwendige individuelle Unterstützungsleistungen erhalten. So können Menschen mit Unterstützungsbedarf selbst entscheiden, welche Hilfe sie wann, wo und von wem in Anspruch nehmen.

„Wer diesen Weg geht, verlässt die Ecke des reinen Leistungsempfängers und macht einen großen Schritt in Richtung selbst bestimmtes Leben", erklärt Judith Volk, die als Inklusionsbeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises die Kampagne initiert hat. „Natürlich helfen den Betroffenen auch vorgefertigte Sach- oder Dienstleistungen weiter. In der Selbstwirksamkeit und für das Selbstbewusstsein macht es aber einen erheblichen Unterschied, dank eines Budgets Assistenzkräfte und Unterstützungszeiten eigenständig auswählen und festlegen zu können“, berichtet Volk.

Neben Hattingen wird die Ausstellung auch parallel vom 24. bis 29. März in Witten in der Bibliothek, Husemannstraße 12 gezeigt. Zudem findet am 31. März der Fachtag „Mehr Selbstbestimmung mit dem Persönlichen Budget“ im Kreishaus Schwelm statt. Weitere Informationen zur Kampagne der KSL.NRW gibt es unter www.ksl-nrw.de.

Initiiert und organisiert wird die Sensibilisierungskampagne von Judith Volk, Inklusionsbeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises und den KSL.NRW mit Unterstützung der Behinderten- und Seniorenbeauftragten der kreisangehörigen Städte. Fachlich begleitet wird sie durch die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) und Beraterin und Coach Linda Gilfert.

Fotos: Ansichten von der Ausstellung "Persönliches Budget - Mehr als Geld" in Düsseldorf (C) KSL.NRW

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