Stadt bringt mehr Geld auf die Straßen

Neue Maßnahmen für neun Millionen

Hattingen/Ruhr. Im Ausschuss für Bauen und Mobilität wurde am Donnerstag, 26. Februar das neue zusätzliche Straßensanierungsprogramm „Investitionsprogramm Infrastrukturvermögen Straße 2026–2030“ vorgestellt. Mit dem Programm verfolgt die Stadt Hattingen das Ziel, den Zustand der Straßen im gesamten Stadtgebiet in den kommenden fünf Jahren deutlich und sichtbar zu verbessern.

Das Investitionsprogramm umfasst ausschließlich neue Maßnahmen. Berücksichtigt werden Straßen, die älter als 50 Jahre und in einem schlechten baulichen Zustand sind. Die geplanten Sanierungen erfolgen zusätzlich zu den bereits im Haushalt veranschlagten Maßnahmen in den Bereichen „Straßen- und Brückensanierungen“ sowie „Größere Instandsetzungen“ .

Der Start der Umsetzung ist unmittelbar vorgesehen, sodass erste der neu aufgenommenen Straßen bereits im Jahr 2026 saniert werden können. Die Vorbereitungen für die 2026er Maßnahmen laufen. Die Stadt wird regelmäßig über die konkret anstehenden Maßnahmen informieren.

Im Rahmen des Programms werden nur die Fahrbahnflächen erneuert also die Straßen und keine Gehwege. In der Regel handelt es sich um Deckschichtsanierungen und keine tiefgründigeren Arbeiten. „Ziel ist es, größere zusammenhängende Flächen instand zu setzen und damit eine für die Bürgerschaft deutlich sichtbare Verbesserung zu erreichen“, erläutert die Fachbereichsleiterin Tiefbau in der Ausschusssitzung. „Die Maßnahmen wurden stadtteilbezogen geplant. Dabei wurde auf eine räumliche und zeitliche Bündelung geachtet. Zwar können die baulichen Beeinträchtigungen in einzelnen Quartieren dadurch zeitweise länger andauern, jedoch sollen wiederholte, zeitversetzte Baustellen in denselben Bereichen vermieden werden“, erklärt die Ingenieurin. Die Stadt erhofft sich durch diese Vorgehensweise neben einer höheren Akzeptanz bei Anwohnenden auch bauliche Synergien und finanzielle Vorteile durch Kosteneinsparungen gegenüber einer Vielzahl einzelner Maßnahmen.

Investitionen von rund 9 Millionen Euro bis 2030

Für das Programm werden jährlich zusätzlich zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro in den Straßenbau investiert – insgesamt rund 9 Millionen Euro in fünf Jahren.

2026: Start in der Hattinger Innenstadt. Rund 1,54 Millionen Euro fließen in Projekte in der nördlichen Innenstadt und der Südstadt.

2027: Fortsetzung im Bereich Winz-Baak/Rauendahl, sowie kleinere Maßnahmen in Blankenstein und Holthausen. Geplantes Investitionsvolumen: rund 1,56 Millionen Euro.

2028: Rund 2,04 Millionen Euro werden in Welper und im westlichen Teil von Winz-Baak verbaut.

2029: Maßnahmen in Niederwenigern, Bredenscheid-Stüter sowie der zweite Teil der Innenstadtprojekte mit einem Volumen von etwa 2,11 Millionen Euro.

2030: Abschluss des Programms mit weiteren Maßnahmen in der Innenstadt sowie in Winz-Baak/Rauendahl und Winz-Baak/West. Hierfür sind rund 1,76 Millionen Euro vorgesehen.

Personelle Verstärkung für die Umsetzung

"Um die große Menge an neuen Baumaßnahmen und den andauernden Wiederaufbau nach dem Hochwasser 2021 bewältigen zu können, werden seit 2025 zusätzliche Bauingenieure für den Straßen- und Brückenbau gesucht. Es konnten schon die ersten zusätzlichen 1,5 Stellen im Tiefbaubereich besetzt werden, so dass auch personelle Kapazitäten für die Abwicklung der neuen Straßenbaupakete vorhanden sind", teilt die Stadt mit.

Mit dem „Investitionsprogramm Infrastrukturvermögen Straße 2026–2030“ setzt die Stadt Hattingen ein deutliches Zeichen für eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und eine spürbare Aufwertung des Stadtbildes in allen Stadtteilen.

 


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