Container Altkleidung

Stadt überträgt Sammlung von Alttextilien an den Kreis

Interkommunaler Zusammenschluss soll Kosten senken und Entsorgung sicher

Hattingen/Ruhr. Über viele Jahre war die Sammlung von Alttextilien wirtschaftlich attraktiv. Inzwischen hat sich der Markt jedoch deutlich verändert: Sinkende Erlöse, steigende Entsorgungs- und Logistikkosten sowie eine rückläufige Nachfrage führen dazu, dass die Altkleidersammlung zunehmend zum Zuschussgeschäft geworden ist. Bislang waren die Kommunen für Sammlung und Transport verantwortlich, während der Kreis die Verwertung übernahm. Künftig soll der Ennepe-Ruhr-Kreis diese Aufgabe vollständig übernehmen. Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Energie hat in dieser Woche einstimmig beschlossen, dass sich Hattingen dem interkommunalen Zusammenschluss anschließt. Starttermin ist der 1. Januar 2027.

Ziel ist es, möglichst viele kreisangehörige Kommunen für die gebündelte Lösung zu gewinnen. Durch eine zentrale Ausschreibung erhofft sich der Kreis ein größeres Interesse potenzieller Bieter. Gleichzeitig sollen Kosten gesenkt und eine langfristige Entsorgungssicherheit gewährleistet werden. Hattingen hat bislang eine Sonderstellung im Kreis eingenommen: Während die Stadt früher durch Sondernutzungsgebühren für Altkleidercontainer noch Einnahmen von rund 75.000 Euro jährlich erzielte, ist die Sammlung inzwischen deutlich kostenintensiver geworden. Nach der Kündigung des bisherigen Vertrags im Sommer 2025 muss die Stadt nun einen Zuschuss von 153 Euro pro Tonne zahlen. Bei rund 330 Tonnen Alttextilien pro Jahr entsteht so ein erheblicher Mehraufwand. Es wird davon ausgegangen, dass durch eine gebündelte Lösung die Kosten für die Stadt Hattingen geringer ausfallen als bei einer alleinigen Lösung.


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