Neue Schutzkleidung für die Feuerwehr Hattingen

Helle Farben, klare Trennung der Einsatzarten und mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte

Hattingen/Ruhr. Die Feuerwehr Hattingen stellt ihr Bekleidungskonzept grundlegend neu auf. Nach intensiver Planung in den Jahren 2023 und 2024 wird die neue Schutzkleidung ab 2026 schrittweise eingeführt. Ziel ist es, Sicherheit, Hygiene und Einsatztaktik besser miteinander zu verbinden – und die Feuerwehr fit für zukünftige Herausforderungen zu machen.

„Die Feuerwehr hat endlich eine neue Schutzbekleidung und wir sind sehr froh, dass wir so in eine moderne Zukunft starten!“, sagt der Feuerwehrchef Tomas Stanke. Der gesamte Entwicklungsprozess wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Freiwilligen Feuerwehr, der hauptamtlichen Wachabteilung und dem Führungsdienst realisiert, sodass die unterschiedlichen Bedürfnisse und Ideen aus allen Bereichen berücksichtigt werden konnten.

Im Mittelpunkt des neuen Konzepts steht eine klare Trennung der Einsatzarten. Für die Innenbrandbekämpfung erhalten Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger eine speziell dafür ausgelegte Persönliche Schutzausrüstung. Für alle anderen Einsätze – etwa technische Hilfeleistungen, Außenangriffe oder Waldbrandbekämpfung – wird eine leichtere, atmungsaktive Schutzkleidung eingeführt. Diese entlastet die Einsatzkräfte insbesondere bei hohen Temperaturen im Sommer und bei langen Einsätzen.

Auffällig ist zudem die neue, helle Farbgebung der Kleidung. Sie sorgt nicht nur für bessere Sichtbarkeit, sondern hat einen entscheidenden hygienischen Vorteil: Ruß und Verschmutzungen sind sofort erkennbar. Das unterstützt den sensibleren Umgang mit kontaminierter Einsatzkleidung und stärkt das Hygienekonzept der Feuerwehr.

Zur weiteren Verbesserung der Sicherheit sind in der neuen Kleidung integrierte Rettungsschlaufen eingearbeitet, mit denen verunfallte Einsatzkräfte schneller gerettet werden können.

Der Entwicklung des Konzepts ging eine intensive fachliche Arbeit voraus. „Ganz wichtig dabei war, dass wir lange ein taktisches Konzept geschrieben haben und jetzt beide Einsatzarten beschaffen konnten – für den Brandschutz und die technische Hilfeleistung, aber auch unser Hygienekonzept damit umsetzen. Damit haben wir eine alte Feuerwehrweisheit wieder umgesetzt, dass man immer erst die Taktik plant und danach technisch beschafft“, erklärt Tomas Stanke.

Möglich wurde die Beschaffung durch politische Beschlüsse des Rates der Stadt Hattingen sowie die enge Zusammenarbeit mit Vergabestelle und Rechnungsprüfungsamt. Aufgrund der angespannten Haushaltslage erfolgt die vollständige Umsetzung über mehrere Jahre. Ein erster wichtiger Schritt wurde bereits im Januar 2026 umgesetzt: Dabei haben alle Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger ihre neue Schutzkleidung für die Innenbrandbekämpfung erhalten.

Mit dem neuen Bekleidungskonzept verändert sich ab sofort auch das Erscheinungsbild der Feuerwehr Hattingen deutlich und wird sichtbar moderner, sicherer und konsequent auf die Anforderungen heutiger Einsätze ausgerichtet.

Nicht nur im Bereich Feuerwehr, auch im Rettungsdienst wurden wichtige Veränderungen bereits umgesetzt. 2024 wurde die neue einheitliche Schutzkleidung des Ennepe-Ruhr-Kreises in Hattingen eingeführt. Zum Ende des Jahres 2024 erfolgte zudem die Erneuerung der Einsatzhelme für alle Mitarbeitenden im Rettungsdienst.

Foto: Das veränderte Erscheinungsbild der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. (C) Stadt Hattingen


  • Hauptamt
  • Löschzug 7
  • Löschzug 1 Mitte
  • Löschzug 5 Oberbredenscheid
  • Löschzug 9 Niederwenigern
  • Löschzug 3 Nord

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