Ein Quartier entwickelt sich... „Das Rauendahl“

Weitere Informationen zum Projekt:


Vier wesentliche Handlungsfelder des Projekts


Um das Bild von einem altengerechten Quartier Realität werden zu lassen, ist ein ganzes Bündel von Maßnahmen in sehr unterschiedlichen Bereichen notwendig.
Bisher umfasst der "Masterplan altengerechte Quartiere.NRW" des MGEPA (Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW) folgende vier Handlungsfelder, die sich gegenseitig ergänzen:

Quartier: wohnen, sich versorgen, sich einbringen, Gemeinschaft erleben


Gemeinschaft erleben. Gerade ältere Menschen sind oft einsam. Wenn der Freundes- und Bekanntenkreis kleiner wird, werden Nachbarschaften und Netzwerke immer wichtiger. Sie funktionieren aber genauso wenig wie Freundschaften “von alleine”. Sie müssen entstehen können, benötigen Pflege und brauchen Räume, um sich zu entfalten. Kulturelle Angebote, Begegnungsmöglichkeiten, Sport- und Bildungsangebote im Quartier tragen dazu bei. Aber es sind vor allem die Menschen selbst, die durch ihr Engagement die Gemeinschaft vor Ort möglich machen und lebenswerte Quartiere entstehen lassen.

Sich selbst zu versorgen – ein elementares Grundbedürfnis und existenzielle Notwendigkeit. Vielfach ist das heute aber gar nicht mehr so einfach. So haben unter anderem Entwicklungen im Einzelhandel wie z.B. das Verschwinden der “Tante-Emma-Läden” dazu geführt, dass eine selbstständige Versorgung mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs für ältere Menschen oft schwierig geworden ist. Das hat besonders dann negative Auswirkungen auf die Lebensqualität, wenn Menschen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Der Einkauf im Laden “um die Ecke” hat dazu oft für ältere Menschen neben der Versorgungsfunktion auch eine soziale Bedeutung: Man trifft sich und pflegt soziale Kontakte.

Wohnen zählt zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Dies gilt umso mehr für diejenigen älteren Menschen, deren Aktionsradius immer geringer wird und die zunehmend mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen. Trotz der Bedeutung der Wohnung gibt es gerade für ältere Menschen vielfältige Hindernisse in der Wohnung und im Wohnumfeld. Barrierearm oder gar barrierefrei sind die wenigsten Wohnungen und Freiflächen im Quartier. Das kann Menschen – jungen wie alten -, die auf Gehhilfen, Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, das Leben schwer machen. Das gilt aber auch für ältere Menschen, die nicht mehr ganz so “trittsicher” sind oder Familien mit Kinderwagen. Ein Ziel altengerechter Quartiersentwicklung ist es, älteren Menschen den Verbleib in der eigenen Wohnung auch bei einsetzendem Unterstützungs- und Pflegebedarf zu ermöglichen. Zumindest könnte passgenauer “Ersatz” in der Nachbarschaft angeboten werden, z.B. eine sogenannte alternative Wohnform. Deren Zahl nimmt zwar insgesamt zu, es stehen aber noch längst nicht ausreichend altengerechte, betreute oder gemeinschaftliche Wohnungen für die steigende Nachfrage zur Verfügung.

Sich einbringen - Teilhabe im Alter. Das Reden und Tun rund um das Thema altengerechte Quartiere ist richtig und wichtig. Entscheidend ist aber, dass die Menschen, die unmittelbar von dem Thema betroffen sind, die Möglichkeit haben, Einfluss zu nehmen. Die Summe der Erfahrungen und Fähigkeiten der Menschen ist ein großer Schatz, den unsere Gesellschaft dringend braucht. Es muss daher gelingen, auch älteren Menschen die Möglichkeiten zu geben, sich in Diskus­sionsprozesse einzubringen. Sie sollen entwickeln und entscheiden können, was in ihrem Quartier passiert. Aufgabe einer erfolgreichen Quartiersentwicklung ist es, solche Beteiligungsprozesse zu initiieren und durchzuführen. Es geht aber nicht nur um planerische und politische Teilhabe. Das Handlungs­feld 'Sich einbringen' hat viele Facetten, z.B.:

  • gemeinwesenorientiertes Engagement
  • Hilfe für die Nachbarin und den Nachbarn
  • handwerkliche Tätigkeiten
  • Training im lokalen Sportverein
  • Mitspielen in einer Theatergruppe
  • Mitwirkung beim Gottesdienst
  • Betreuung von Kindern



Vielfalt an Themen, Akteurinnen und Akteuren

Viele Themen und Akteure wirken auf das Quartier. Klick zum Vergrößern!


Eine altengerechte Quartiersentwicklung verfolgt folgende Ziele:

  • Selbstbestimmtes Leben in der vertrauten Umgebung auch bei Unterstützungs- oder Pflegebedürftigkeit möglich machen.
  • In den Quartieren lebendige Beziehungen zwischen den Generationen entstehen lassen oder bewahren.
  • Soziale Folgekosten durch wohnortnahe Prävention und Stärkung der haushaltsnahen Versorgung vermeiden.
  • Gesellschaftlichen Dialog über das Zusammenleben in einer solidarischen Gesellschaft unter den Bedingungen des demographischen Wandels fördern.


Quelle der „weiteren Informationen zum Projekt“:  Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW



Weitere Informationen:

Landesbüro Altengerechte Quartiere.NRW

PDF Masterplan Altengerechte Quartiere.NRW

Logo Altengerechte Quartiere

KONTAKT

Quartiersentwicklerin

Gabriele Krefting

Stadt Hattingen

(Fachbereich Soziales und Wohnen)

Hüttenstraße 43
45525 Hattingen
Tel: (0 23 24) 204-5552
E-Mail:

Anregungen? Wünsche?

Ideen?


Die Aktiven des BK WIR waren wieder einmal sehr fleißig – es wurde ein Kontaktbriefkasten an der auf der Rauendahler Mitte aufgestellten „Schmöker-Bude“ installiert und wartet jetzt auf die Anregungen, Ideen und Wünsche der Quartiersbewohner*innen. Gerne kann aber auch eine Nachricht an die neue E-Mail-Adresse des BK WIR: gesandt werden.

Termine und Ergebnisse

Stadt Hattingen

Postfach 80 04 56
45504 Hattingen
Tel. +49 (2324) 20 40
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