Mitarbeitende der Stadt und Lehrkräfte gemeinsam im Klassenraum

Luftfiltergeräte in Klassenräumen

Begehungen an Hattinger Schulen abgeschlossen

Hattingen/Ruhr. In den vergangenen Wochen sind alle Hattinger Schulräume von Mitarbeitenden der städtischen Schulverwaltung, der Feuerwehr und dem Fachbereich Gebäudewirtschaft besichtigt worden, um die Lüftungsmöglichkeiten zu prüfen. Ziel war es festzustellen, ob es über die bereits identifizierten Räume hinaus weitere schlecht zu durchlüftende Räume gibt, für die eine Ausstattung mit Luftfiltergeräten sinnvoll ist.

„Die Begehungen haben gezeigt, dass unsere Schulen in der Regel sehr gut belüftbar sind und mit zwei Ausnahmen keine zusätzlichen Luftfiltergeräte angeschafft werden müssen. Das Lüften ist und bleibt weiterhin einer der wichtigsten Maßnahmen im anstehenden Corona-Winter, um eine gute Luftqualität in den Klassenräumen zu ermöglichen“, erklärt Christine Freynik, Erste Beigeordnete der Stadt Hattingen. Bereits im vergangenen Schuljahr hat die Stadtverwaltung 25 Luftfilter und 80 CO2-Ampeln angeschafft, nachdem ein erster Bedarf an den Schulen abgefragt wurde. Die Luftfiltergeräte wurden dabei ausschließlich für schlecht zu lüftende Räume angeschafft.

„Es war wichtig, mit den Schulen vor Ort erneut ins Gespräch zu kommen und weiteren Handlungsbedarf zu prüfen. Das Wohl der Kinder liegt in unser aller Interesse. Die Begehungen haben gezeigt, wo zusätzliche Luftfilteranlagen noch sinnvoll eingesetzt werden können“, so Christine Freynik. Ergebnis: Insgesamt zwei weitere Luftfilter werden für Differenzierungsräume an der Erik-Nölting-Grundschule sowie am Schulzentrum Holthausen zeitnah zur Verfügung gestellt. „In diesen Räumen können wir ein effizientes Lüften aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht gewährleisten, sodass wir uns an dieser Stelle für weitere Luftfilteranlagen entscheiden haben“, erläutert Nils Brüggemann von der städtischen Schulverwaltung.

Ebenfalls kamen Stadt und Schulleitungen zu dem Ergebnis, dass alle Klassenräume mit CO2-Ampeln ausgestattet werden. „Wir glauben, dass wir mit dieser zusätzlichen Maßnahme besonders für die Kinder in den Grundschulen einen pädagogischen Mehrwert erreichen können, indem wir die Schülerinnen und Schüler für die Wichtigkeit des Lüftens und einer guten Luftqualität sensibilisieren können. Diese Maßnahme kann sinnstiftend in den Unterrichtsalltag eingesetzt werden und hat auch nach der Corona-Pandemie einen Mehrwert“, betont Nils Brüggemann.

Die Erkenntnisse aus den Klassenbegehungen hat die Stadtverwaltung anschließend mit den Elternpflegschaftsvorsitzenden der Schulen, sowie den Schulausschusssprechern der Fraktionen in einer Gesprächsrunde diskutiert. Dabei wurden auch zusätzliche Hilfestellungen für die Schulen besprochen. „Wir empfehlen den Schulen, den Mund-und-Nasen-Schutze freiwillig zu tragen, auch wenn vonseiten der Landesregierung die Pflicht erst seit kurzem aufgehoben wurde. Wir halten an dieser zusätzlichen Schutzmaßnahme fest und appellieren, wie bereits der EN-Kreis es getan hat, an Schulen, Eltern und Kinder, diese Schutzmaßnahme auch zu nutzen“, so Christine Freynik. Die Stadt wird dazu zeitnah ein Empfehlungsschreiben an die Schulen schicken. Ebenfalls ein Punkt, der im gemeinsamen Austausch zwischen Verwaltung, Politik und Eltern zur Sprache kam: Das richtige und effiziente Lüften in den Klassenräumen. „Die Begehungen haben gezeigt, dass die meisten Schulen die empfohlenen Lüftungsintervalle gut einhalten. Trotzdem gibt es an der ein oder anderen Stelle noch Verbesserungsbedarf. Auch Unsicherheiten beim richtigen Lüften oder den sinnvollen Einsatz der bereits vorhanden Luftfilteranlagen und CO2-Ampeln im Raum selbst möchten wir im Austausch mit den Schulen klären“, so Nils Brüggemann. Dazu soll ebenfalls eine Handreichung an die Schulen gegeben werden.

„Insgesamt haben die Begehungen zu einem produktiven Austausch geführt. Bereits mit feinen Justierungen und der Ausstattung aller Räume mit CO2-Ampeln können wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Kinder und Lehrkräfte möglichst sicher durch die bevorstehenden Monate kommen“ fasst Christine Freynik zusammen.

Foto: Begehung an der Grundschule Bruchfeld. Mitarbeitende der Stadtverwaltung schauen sich gemeinsam mit Lehrkräften die Lüftungssituation in den Klassenräumen an. (C) Stadt Hattingen.

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