Bürgermeister Dirk Glaser und Solveig Holste vor der Teufelsbrücke im Schulenberg Wald

Engels- und Teufelsbrücke erstrahlen im neuen Glanz

Freier Durchgang für Wanderer und Co.

Hattingen/Ruhr. Das neue Brückengelände glänzt in einem satten braun und fügt sich dabei gut in die herbstlich anmutende Umgebung ein. Robust aber trotzdem unauffällig erstrahlen sie in einem neuen Glanz. Die Rede ist von den zwei Waldbrücken „Engelchen- und Teufelchen“ im Schulenbergwald.

Ende 2019 mussten die ursprünglich in Massivholzweise erbauten Brücken nach 30 Jahren zurückgebaut werden, da der Zahn der Zeit an ihnen nagte und die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben war.

Engels- und Teufelsbrücke ist fertig Nach gut zwei Jahren können sich Naherholungssuchende, wie Wanderer oder Mountainbiker freuen, denn die Brücken sind nun freigegeben und somit wieder fester Bestandteil des Rundwanderwegs A1/XR17. Der Weg war seitdem Abbau der Brücken durch einen parallel verlaufenden schmalen Fußweg weiterhin nutzbar.

Eine Besonderheit der Baumaßnahme: Die Brücken bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Die freigelegten Widerlager der Waldbrücken bestehen aus einem Bruchsteinmauerwerk. „Wir haben uns dafür entscheiden, zum ersten Mal dieses besondere Kunststoff-Material im Außenbereich zu verwenden. Dieses ist sehr langlebig, hat ein geringes Eigengewicht und eignet sich aufgrund diverser Eigenschaften ideal für den Standort Wald“, erklärt Solveig Holste, Leiterin des Fachbereichs Stadtbetriebe und Tiefbau. „Die GFK-Bauweise findet in Deutschland zunehmend mehr Verwendung, während in Ländern wie den Niederlanden das Kunststoff-Material bereits viel häufiger zum Einsatz kommt“, betont Solveig Holste weiter.

Bereits im August dieses Jahres war eine Eröffnung der Brücken geplant. Die letzten Bodenarbeiten sowie das Geländer zur Absicherung mussten noch angebracht werden. Das Hochwasserereignis im Juli sorgte allerdings dafür, dass der Endspurt im Schulenbergwald erst mal auf Eis gelegt werden musste. Nun sind auch die restlichen Arbeiten abgeschlossen. „Ich freue mich, dass die Brücken nun endlich von den Hattingerinnen und Hattingern, aber auch von unseren Touristen wieder genutzt werden können. Das aktuelle Brückendesign ist an das der ursprünglichen Eichenholz-Brücken angelehnt und auch aus ökologischer Sicht spricht nichts gegen die Brücken“, so Bürgermeister Dirk Glaser.

Sowohl der Aufwand zur Instandhaltung von Brücken aus glasfaserverstärkten Kunststoff, als auch die Prüfung sind im Vergleich zu Holzbrücken um ein Vielfaches geringer. Somit können beispielsweise die jährlich durchzuführenden Holzschutzmaßnahmen entfallen und Prüfungszyklen erheblich vergrößert werden. „Weitere Vorteile der GFK-Brücken sind die absolute Korrosionsbeständigkeit sowie UV-Beständigkeit und eine generelle Witterungs- und Salzwasserbeständigkeit bei hohen Tragfähigkeitseigenschaften. Eine ideale Kombination“, erklärt Carsten Schmalhaus vom Fachbereich Stadtbetriebe und Tiefbau.

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