1320 IPads für Hattinger Schulen

Zukunftssicher mit digitalem Equipment

Hattingen/Ruhr. Diese Woche war es endlich soweit: 13 Schulen in Hattingen sind nun in Sachen Digitalisierung einen wichtigen Schritt weiter. Rund 1320 IPads konnte die Stadt an die Schulen aushändigen. Nachdem Ende vergangenen Jahres ein Förderbescheid vom Land im Rahmen des „Sofortausstattungsprogramms – Digitalpakt Schule“ von rund 568.000 Euro eintraf, konnte die Großbestellung an mobilen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler, sowie Lehrkräfte in Auftrag gegeben werden.

„Nicht alle Familien in Hattingen haben die Möglichkeit, ihren Kindern eine solide digitale Ausstattung zu ermöglichen, damit diese auch am Unterricht von zu Hause teilnehmen können. Die Corona-Pandemie hat diese Notwendigkeit verstärkt, aber auch gezeigt, dass Digitalisierung noch kein selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags ist. An dieser Stelle sind wir als Kommune gefragt, sozialen Ungleichgewichten möglichst entgegenzutreten“, betont Sozialdezernent Matthias Tacke.

Gemeinsam mit den Schulen hat die Stadt in den letzten Monaten individuelle Konzepte erarbeitet. Die Verteilung der Geräte wurde an den jeweiligen Bedarf der Schulen angepasst, sprich Schülerinnen und Schüler, die nicht die notwendige digitale Ausstattung vorweisen können. Ebenso die Anzahl der Schülerschaft und der Lehrkräfte spielten bei der Verteilung eine Rolle. „Jede Schule wurde mit mindestens einem Klassensatz an IPads, also mindestens 32 Geräten samt Zubehör ausgestattet. Außerdem sind alle Lehrkräfte nun mit einem Gerät ausgestattet“, so Matthias Tacke. In der Praxis soll der Gebrauch der IPads wie folgt aussehen: In Zeiten des Distanzunterrichts bekommen die Schülerinnen und Schüler ein Endgerät zur Verfügung gestellt, für die der Bedarf gemeldet wurde. In Zeiten des Präsenzunterrichts sollen die Geräte aber zum allgemeinen Gebrauch im Klassenverbund zur Verfügung stehen.

Die Grundschule Heggerfeld hat die Lieferung bereits Anfang dieser Woche erhalten und kann somit 80 Schülerinnen und Schüler, sowie 20 Lehrerinnen und Lehrer ein IPad an die Hand geben. „Die IPads bieten den Kindern auch zu Hause die Möglichkeit Unterrichtsmaterial entsprechend aufzuarbeiten. Das ist ein wichtiger Schritt, um eine Basis für mehr Chancengleichheit, vor allem im Distanzunterricht, zu schaffen. Und die Lehrkräfte können professioneller Online-Lehrangebote gestalten“, freut sich Schulleiterin Fatma Tek-Cordes.

Rund 570 IPads für die Grundschulen und 750 für die weiterführenden Schulen liegen nun bereit, um zum Einsatz zu kommen. Die notwendige Software und gängige Apps sind bereits vorprogrammiert. Die städtische IT-Abteilung ist für die Wartung der Geräte in Zukunft zuständig. Auch Frank Mielke, Kämmerer der Stadt sowie Verantwortlicher für die Digitalisierung von Verwaltung und Schulen in Hattingen, sieht in der Auslieferung der IPads viel Potenzial. „Neben den Endgeräten muss natürlich auch die digitale Infrastruktur funktionieren. Zwar verfügen alle Schulen über ein WLAN-Netz, Ziel ist es aber, alle Schulen nach und nach an das stadteigene Glasfasernetz der „Hattinger Schulcloud“, einer gemeinsamen Serverlandschaft, anzuschließen. Daran arbeiten wir aktuell mit Hochdruck.“

Der Großauftrag in Höhe von rund 600.000 Euro ging an die in Dortmund ansässige Bechtle GmbH. Die Kosten für die Anschaffung der Endgeräte für Schülerinnen und Schüler wurden vom Land zu 90 Prozent gefördert. Die Kosten für die IPads der Lehrkräfte wurden komplett vom Land übernommen.

Foto: Sozialdezernent Matthias Tacke (Rechts) übergibt gemeinsam mit Kämmerer Frank Mielke (links) offiziell die gelieferten IPads an Fatma Tek-Cordes, Schulleiterin der Grundschule Heggerfeld.

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