Impfdosen

Corona: Erneut mehr BioNtech Impfdosen

Liefermengen unklar

EN-Kreis. Innerhalb weniger Tage hat sich die Zahl der Impfdosen, die dem Ennepe-Ruhr-Kreis vom Land geliefert werden, deutlich erhöht. Zudem liegen den Verantwortlichen in Kreishaus und Impfzentrum zumindest erste Erkenntnisse darüber vor, wie viel Impfstoff sie in nächster Zeit erwarten dürfen.
 
Rückblende: Nach der Veröffentlichung eines Impferlasses des Landes am letzten Mittwoch hatte die Botschaft an Vorerkrankte im Ennepe-Ruhr-Kreis noch gelautet: Grundsätzlich ist es nun zwar möglich, Personen mit Vorerkrankungen zu impfen. Da im Ennepetaler Impfzentrum aber momentan alle zugewiesenen Impfstoffmengen vollständig genutzt werden, kommt diese Option für Betroffene zwischen Breckerfeld und Hattingen, Witten und Schwelm leider nicht infrage.
 
"Dies haben wir der Öffentlichkeit mit bestem Gewissen auch so mitgeteilt", berichtet Astrid Hinterthür, Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit. Am Freitagnachmittag legte das Land dann mit einem weiteren Impferlass nach. Daraus ging hervor: Dem Ennepe-Ruhr-Kreis werden sehr kurzfristig 2.350 weitere BioNtech Impfdosen zur Verfügung gestellt. Diese nimmt das Land aus Beständen, die für Zweitimpfungen zurückgelegt worden waren.
 
"Die Sonderzuteilung war mit der Vorgabe verbunden, sie insbesondere für chronisch Kranke zu verwenden. Seit Samstag, 6.30 Uhr, sind Mitarbeiter des Gesundheitsamtes damit beschäftigt, mit den chronisch Kranken Termine zu vereinbaren, die in den letzten Wochen einen erfolgreichen Antrag auf eine Impfung gestellt hatten. Die ersten von ihnen waren bereits am Wochenende im Impfzentrum in Ennepetal", berichtet Hinterthür über die umgehend eingeleiteten Aktivitäten der Kreisverwaltung.
 
Weitere Anträge werden nicht mehr angenommen. Grund: Bereits ab Dienstag, 6. April, sollen die Hausärzte Impf-Ansprechpartner für die chronisch Kranken sein.
 
Um die jetzt kurzfristig 1.700 unerwartet zu Impfenden versorgen zu können, schieben die Verantwortlichen des Impfzentrums aktuell pro Tag 120 Termine in den Terminplan ein, ab Donnerstag gibt es zudem 80 zusätzliche Termine in den Abendstunden. Innerhalb von 10 Tagen soll die Aktion auf diese Weise abgeschlossen sein.
 
Die verbleibenden 650 Impfdosen nutzt der Kreis für Einrichtungen des betreuten Wohnens und damit gezielt für ältere Bürgerinnen und Bürger. Auch hier sind die Termine bereits vereinbart.
 
"Natürlich macht es uns die Zusatzlieferung nicht möglich, umgehend alle in der Priorisierungsgruppe 2 zu impfen. Dies ist bedauerlich, angesichts der Liefermenge aber nicht zu ändern", erläutert Hinterthür. Der Mangel an Impfstoff habe es ein weiteres Mal erforderlich gemacht, innerhalb einer Priorisierungsgruppe eine Auswahl zu treffen.
 
Was die zukünftigen Liefermengen angeht, ist ebenfalls seit Freitag klar: Im Zeitraum vom 5. bis 25. April sollen pro Woche insgesamt 485.550 Impfdosen an die 53 Impfzentren in Nordrhein-Westfalen geliefert werden. "Bisher steht weder fest, wann genau wir beliefert werden, noch ist klar, welche Mengen BioNtech, Moderna und AstraZeneca uns zugeteilt werden", berichtet Hinterthür.
 
Liefermengen, die über die 485.550 Impfdosen hinausgehen, werden vom Bund direkt über den Großhandel in die Hausarztpraxen gebracht. Ab dem 6. April sollen die Hausärzte die chronisch Kranken, die Kontaktpersonen der Pflegebedürftigen und die Gynäkologen die Kontaktpersonen der Schwangeren impfen. Ob das Impfzentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises dann noch Impfdosen für diese Gruppe erhält, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.
 
Stichwort Impfungen für Berufsgruppen
 
Mitglieder bestimmter Berufsgruppen sind seit einiger Zeit impfberechtigt. Für sie ist AstraZeneca vorgesehen. Für die Terminvereinbarung hatte die Kreisverwaltung bereits Anfang März ein von ihr betreutes Online-Verfahren eingerichtet. Da dem Kreis momentan keine verbindlichen Lieferzusagen für AstraZeneca vorliegen, muss die Terminvergabe derzeit allerdings ruhen.

Foto: UvK_Ennepe-Ruhr-Kreis

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