Leere Glasflasche und kaputter Regenschirm im Gebüsch

Wenn der Müll nicht im Abfallkorb landet

Stadt bittet um verantwortungsvolle Müllentsorgung

Hattingen/Ruhr. Leere Plastikflaschen und Getränkedosen, zerknüllte Papiertüten von Fastfood-Ketten, Essensreste und vieles mehr: tagtäglich fahren Müllabfuhr und Straßenreinigung der Stadt Hattingen raus, um das Stadtbild von seinen Müllsünden zu befreien. Ob öffentliche Parkplätze, das Hüttengelände oder auch Containerstandorte: die vermehrten Müllansammlungen gehören leider zum Alltag der Mitarbeitenden der Stadtbetriebe. Ganz zum Ärger von Umwelt und Bürgerinnen und Bürger. Die Beschwerden zu wilden Müllkippen häufen sich bei der Stadt immer wieder. Aktuell liegen Beschwerden über den Parkplatz an der Munscheidstraße im Rauendahl, am Gymnasium Waldstraße und im Naturschutzgebiet Ruhraue vor.

„Leider gibt es immer wieder Mitmenschen, die nicht gerade achtsam mit ihrer Umwelt umgehen. Durch den Lockdown halten sich viele Menschen bei gutem Wetter draußen im Freien auf, was natürlich verständlich ist. Doch dadurch bemerken wir, dass dann auch gerne der produzierte Müll vor Ort liegen gelassen wird“, betont Solveig Holste, Leiterin des Fachbereichs Stadtbetriebe und Tiefbau.

Die Reinigung öffentlicher Flächen wie Spielplätze, Friedhöfe und Grünflächen gehört zwar zum Aufgabengebiet der städtischen Straßenreinigung, doch der verstärkte Einsatz durch vermehrten Müll führt dazu, dass alle weiteren Arbeiten angepasst werden müssen.

„Der zusätzliche Aufwand stellt unsere Mitarbeitenden vor Herausforderungen, da andere täglich anfallenden Arbeiten nicht liegen bleiben können. Wir arbeiten Corona-bedingt im Schichtbetrieb, was zusätzlich für einen organisatorischen Mehraufwand sorgt. Umso ärgerlicher sind dann vermeidbare Einsätze, wie die Beseitigung der Müllansammlungen“, so Solveig Holste.

„Das Wegwerfen und Zurücklassen von beispielsweise Lebensmittelresten, Papier oder sonstigen Verpackungsmaterialien wird mit einem Verwarnungsgeld von mittlerweile 55 Euro geahndet. Ein teurer Spaß, wenn man bedenkt, dass der Müll leicht im nächsten Abfallkorb oder zu Hause entsorgt werden kann. Kommt eine Umweltgefährdung aufgrund schadstoffhaltiger Abfälle dazu, handelt es sich sogar um eine Straftat“, erklärt Ralf Weber, Leiter vom Ordnungsamt.

„Wir als Stadt möchten keine belehrende Position einnehmen, vielmehr möchten wir an alle appellieren, sich verantwortungsvoll zu verhalten. Jeder einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten, das Stadtbild und das eigene Umfeld sauber zu halten. Jeder sollte darauf achten, seinen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen, damit alle eine saubere Umgebung genießen können“, hofft Solveig Holste.

Foto: Entsorgter Müll im Gethmannschen Garten. (C) Stadt Hattingen.

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