Bücher über ein IPad digitalisiert

Ein wichtiger Schritt für zeitgemäßen Unterricht

Stadt schöpft Förderbudget "DigitalPakt Schule" komplett aus

Hattingen/Ruhr. Ende Oktober sind bei der Stadt Hattingen gleich drei Zuwendungsbescheide von der Bezirksregierung Arnsberg eingetroffen: rund 850.000 Euro an Fördergeldern im Rahmen des „DigitalPakt Schule NRW“ für den flächendeckenden Auf- und Ausbau der digitalen Bildungsinfrastruktur. Die Stadt hat somit alle Fördermittel aus dem Digitalpakt seit 2019 in Höhe von insgesamt rund 2,1 Millionen Euro vollständig abgerufen. „Die zuletzt eingegangen Fördermittel dienen vor allem dazu, die Schulen verstärkt mit weiteren Arbeits- und Mediengeräten auszustatten. Neben der digitalen Infrastruktur an sich, wie einem flächendeckenden WLAN-Netz, sollen die Schulen natürlich auch mit einem zukunftsorientierten Equipment ausgestattet werden. Dafür haben wir in den vergangenen Monaten gemeinsam mit den Schulen individuelle technisch-pädagogische Konzepte erarbeitet“, erklärt Sozialdezernent Matthias Tacke.

So sollen beispielsweise alle 13 Hattinger Schulen mit weiteren digitalen Anzeige- und Interaktionsgeräten samt Zubehör ausgestattet werden. Dazu gehören unter anderem digitale Tafeln, Beamer und Displays nebst zugehöriger Steuerungsgeräte. Die jeweilige Ausstattung der Schulen variiert dabei und ist von den zur Verfügung stehenden Räumen abhängig. „Wir möchten eine verlässliche, leistungsfähige und digitale Bildungsumgebung für unsere Schulen schaffen. Umso erfreulicher ist es, dass wir in Sachen Ausstattung einen wichtigen Schritt in Richtung digitales Lernen schaffen. Jetzt heißt es zeitnah in die weitere Umsetzung zu gehen“, so Matthias Tacke weiter. Neben den Anzeige- und Interaktionsgeräten können durch die eingetroffenen Förderbescheide auch mobile Endgeräte, wie Laptops, Notebooks und Tablets sowie digitale Arbeitsgeräte, insbesondere im Bereich der technisch-naturwissenschaftlichen Bildung beschaffen werden.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres konnte die Stadt rund 1320 IPads an die Schulen aushändigen. Diese wurden im Rahmen des „Sofortausstattungsprogramms – Digitalpakt Schule“ den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften zur Verfügung gestellt. „Die Corona-Pandemie hat die Lage natürlich zugespitzt, sodass wir besonders im Bereich der Schulen schnell handlungsfähig sein mussten“, erklärt Frank Mielke, Kämmerer der Stadt sowie Verantwortlicher für die Digitalisierung von Verwaltung und Schulen in Hattingen. „Der Digitalpakt Schule setzt aber auf einen nachhaltigen Ausbau der digitalen Infrastruktur, auch unabhängig von Corona. Und daran arbeiten wir, wie beispielsweise durch die Schaffung einer flächendeckenden Schulcloud und der Verkabelung aller Schulen mit Glasfaser bis in die Klassenräume hinein“. Die Maßnahmen werden dabei zum größten Teil ebenfalls aus Mitteln des Digitalpaktes gefördert.

Abgeschlossen sind bereits die Inhousverkabelungen für das WLAN-Netz an den einzelnen Schulstandorten. Die letzten Leerrohrarbeiten und Glasfaserkabelanschlüsse sollen Anfang des nächsten Jahres erfolgen. Somit werden alle Schulen im gesamten Stadtgebiet nach und nach an das stadteigene Glasfasernetz der „Hattinger Schulcloud“, einer gemeinsamen Serverlandschaft, angeschlossen. Aktuell erfolgt die Anbindung des Standortes Lange Horst der Gesamtschule.

Das Vergabeverfahren der aktuellen Förderbescheide soll zeitnah beginnen, da der Bewilligungszeitraum für diese Ende November 2022 endet.


Foto: Symbolbild Pixabay

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