Screentshot Online-Veranstaltung zum Girls Day

Girls Day 2021

Digital und interkommunal

Hattingen/Ruhr. Welche Eigenschaften muss eine Feuerwehrfrau in Spe mitbringen und wie sieht der Arbeitsalltag auf dem Bauhof aus? Diese Fragen konnten junge Mädchen unter anderem vergangene Woche im Rahmen des Girls Day stellen und sich dabei ein eigenes Bild zu gesellschaftlich determinierten Rollenbildern und Strukturen machen. Das war nur eine Station am 22. April, die allesamt coronabedingt digital umgesetzt wurden. Bundesweit konnten sich Mädchen ab der fünften Klasse für die Online-Veranstaltung anmelden, jede teilnehmende Kommune stellte dabei ihr eigenes Programm auf die Beine.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis wurde der Girls Day interkommunal ausgerichtet: Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Schwelm, Hattingen und Sprockhövel stellten trotz geltenden Kontaktbeschränkungen ein abwechslungsreiches digitales Programm auf die Beine und gewährten den jungen Teilnehmerinnen einen Blick hinter die Kulissen einer Stadtverwaltung. Insgesamt ein voller Erfolg: Die begrenzten Plätze waren kurz nach Bekanntgabe der Veranstaltung bereits ausgebucht. Ein besonderes Highlight war der Austausch mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern der drei teilnehmenden Kommunen des Kreises. Sabine Noll aus Sprockhövel, Stephan Langhard aus Schwelm und der Hattinger Bürgermeister Dirk Glaser waren offen für die Fragen der Mädchen und sprachen in lockerer Atmosphäre über Aufgaben und Herausforderungen eines Stadtoberhauptes.

„Der Girls Day bietet jedes Jahr aufs Neue eine tolle Möglichkeit, jungen Mädchen Einblicke in berufliche Branchen zu geben, mit denen sie im Alltag sonst nicht unbedingt in Berührung kommen. Mir persönlich war es wichtig, den Mädchen mit auf den Weg zu geben, dass sie frei und selbstbewusst entscheiden sollen, wohin der berufliche Weg sie hinführen soll, ohne sich dabei von anderen beirren zu lassen“, betont Bürgermeister Dirk Glaser.

Neben der ausgiebigen Plauder-Runde mit den Stadtoberhäuptern konnten die 46 Teilnehmerinnen in verschiedenen Kleingruppen in die einzelnen Berufe eintauchen, zum Beispiel mithilfe eines kurzen Videos zum Alltag einer Feuerwehrfrau. Dabei stand der Austausch unter den Teilnehmerinnen und Initiatorinnen im Vordergrund. Die Mädchen konnten ihre Fragen direkt an die anwesenden Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltungen stellen, die beim Girls Day die jeweiligen Berufsgruppen vertraten. Abgerundet wurde der Tag mit einem rasanten Online-Escape-Spiel und einer Abschlussrunde, in der die Teilnehmerinnen und Verantwortlichen den Tag Revue passieren ließen.

„Ich freue mich, dass wir den Girls Day in interkommunaler Zusammenarbeit online umsetzen konnten. Wir hoffen den Schülerinnen vermitteln zu können, dass es keinen Zusammenhang zwischen Geschlecht und dem späteren Beruf geben muss. Wichtig ist, mutig zu sein und sich Ziele zu setzen“, so Katrin Brüninghold, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hattingen.

Foto: Beim digitalen Girls Day vergangene Woche waren neben den Gleichstellungsbeauftragten der teilnehmenden Kommunen im EN-Kreis auch die Bürgermeister der Städte vertreten. (V.l.n.r. Dirk Glaser, Hattinger Bürgermeister, Sabine Noll, Bürgermeisterin Sprockhövel, Stephan Langhard, Bürgermeister Schwelm, Maren van Norden, Sandra Michaelis und Katrin Brüninghold, Gleichstellungsbeauftragte der Städte Sprockhövel, Schwelm und Hattingen) Foto: Stadt Sprockhövel

Bitte wählen Sie Ihre Cookie-Präferenzen: