Neues Pflanzkonzept an der Stadtmauer wird umgesetzt

Staudenpflanzen sind Insektenfreundlich und mehrjährig

Hattingen/Ruhr. „Das Gärtnerinnenherz lacht“, freut sich Solveig Holste, Leiterin des Fachbereiches Stadtbetriebe und Tiefbau. Entlang der Stadtmauer, auf einer Fläche von etwa 600 Quadratmetern, werden bald hoffentlich viele Insekten um blühende Pflanzen herum summen und brummen.

In der vergangenen Woche setzten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier das neue Pflanzkonzept der Stadt Hattingen um und pflanzten Stauden, Gräser und Zwiebelpflanzen ein. „Diese neuen Pflanzen sind gut für die Insekten und Bienen in Hattingen“, erklärt Solveig Holste, „denn es handelt sich nicht um Pflanzen mit gefüllten Blüten sind, sondern um Pflanzen mit Blüten, die die Insekten gut erreichen können.“

Insgesamt 6000 Pflanzen und weitere 500 Zwiebelpflanzen fanden entlang der Stadtmauer und um Bauminseln herum ihren Platz. Wolfsmilch, Salbei, Sonnenblume, Mädchenauge, Storchenschnabel, Pfingstrosen und Iris sind nur einige davon. An verschiedenen Stellen der Stadtmauer finden sich außerdem unterschiedliche Farben wieder. Pflanzen in den Farben Gelb, Rot und Orange wurden in der Nähe des Busbahnhofes eingesetzt, blaue und lilafarbene im Bereich des Steinhagentors in Richtung Holschentor.

Berücksichtigt wurde neben dem Farbkonzept aber auch der optimale Standort für die Pflanzen, sodass sowohl Schattenpflanzen wie Farne als auch Sonne liebende Stauden sich an ihrem neuen Platz wohlfühlen. „Die Blütezeit ist gestaffelt, sodass von Frühjahr bis Herbst immer etwas blüht“, erzählt Solveig Holste. Die Pflege der neuen Bepflanzung ist so weniger aufwendig als die vorherige Wechselbepflanzung.

Insgesamt kostet die Maßnahme 41.000 Euro. 14.000 Euro davon fallen für die Pflanzen an und 27.000 Euro für vorbereitende Arbeiten am Boden. Das neue Pflanzkonzept wurde im Herbst 2019 beschlossen. Angeregt hatte der NABU eine Insektenfreundlichere Bepflanzung und „auch aus gestalterischer Sicht war die Zwiebelbepflanzung nicht mehr aktuell“, erklärt die Fachbereichsleiterin. „Ich hoffe, dass sich Besucherinnen und Besucher und Bürger daran erfreuen, dass wir jetzt ein modernes und Insektenfreundliches Pflanzkonzept haben“, sagt Solveig Holste. Bis die Bodendecker sich komplett ausgebreitet haben und alle Lücken zugewachsen sind, dauert es noch etwa zwei Jahre. In der nächsten Zeit heißt es gießen, gießen, gießen, damit die Pflanzen gut anwachsen.

Foto: Ali Amor und Martina Tegeler beim Einsetzen der Pflanzen. (C) Stadt Hattingen

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