Corona-Regeln für Brautpaare

Auch bei Hochzeiten gilt ein Ansammlungsverbot in der Öffentlichkeit

Hattingen/Ruhr. Wer in Zeiten von Corona heiraten möchte, muss dabei einige Auflagen zum Schutz vor Neuansteckungen in Kauf nehmen. Dazu zählt die momentan noch gültige Regelung, dass Eheschließungen bis auf Weiteres ausschließlich im Trauzimmer des Standesamtes, Bahnhofstraße 48 durchgeführt werden. An der Trauung teilnehmen dürfen außerdem ausschließlich die Eheschließenden unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen und ausgerüstet mit einem Mund- und Nasenschutz.

Aufgrund des in der Öffentlichkeit immer noch geltenden Ansammlungsverbotes weist die Stadt Hattingen außerdem darauf hin, dass auch auf dem Parkplatz hinter dem Standesamt nach Paragraf 1 der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 gilt, dass mehrere Personen im öffentlichen Raum nur dann zusammentreffen dürfen, wenn es sich um

1. Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner,

2. Personen aus maximal zwei verschiedenen häuslichen Gemeinschaften,

3. die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen handelt.

„In den vergangenen Wochen haben wir leider häufig erlebt, dass die geltenden Regeln der Coronaschutzverordnung bei Hochzeiten nicht eingehalten wurden und größere Hochzeitsgesellschaften auf dem Parkplatz hinter dem Standesamt ohne Mund- und Nasenschutz dicht zusammen standen“, erzählt Marcus Filsch, Leiter des Standesamtes. „Es gilt aber auch weiterhin, dass Menschenansammlungen verhindert werden müssen“, betont er.

„Wer sich eine große Hochzeit mit vielen Gästen bei der Trauung wünscht, sollte deshalb besser zu einem späteren Zeitpunkt heiraten oder die Trauung zunächst im ganz kleinen Kreis durchführen und eine große Feier erst dann, wenn es wieder möglich ist“, betont auch Christine Freynik, Erste Beigeordnete und Dezernentin der Stadt Hattingen. „Denn für Hochzeiten gilt keine Ausnahmeregelung“, weiß sie.

Rund 40 Trauungen, etwa die Hälfte der ursprünglich geplanten, wurden vor diesem Hintergrund in Hattingen bereits abgesagt. Da die Anmeldung der Eheschließung eine gesetzlich festgelegte Gültigkeit von sechs Monaten hat, müssen die Brautpaare die Anmeldung zu einem späteren Zeitpunkt erneut vornehmen, wenn Feiern und große Zusammenkünfte wieder möglich sind.

Bereits gezahlte Gebühren für Ambientetrauorte (Haus Kemande, Westfälisches Industriemuseum, Stadtmuseum Blankenstein und das Rathaus) werden für den Fall einer Absage erstattet. Aktuell werden die Trauorte vermessen, um demnächst wieder einer begrenzten Zahl an Hochzeitsgästen die Teilnahme an bereits angemeldeten Trauungen zu ermöglichen. Neue Reservierungen für die Ambientetrauorte werden vorerst aber nicht angenommen.

Fragen können telefonisch unter (02324) 204 40 40, -41, -42, -43, -44 oder per E-Mail an gestellt werden.

Cookies optimise the provision of our services. By using our services you agree that we use cookies.