Gethmannscher Garten wird neu gestaltet


Die Brücke im Gethmannschen Garten führt zu einer Aussichtsplattform. Foto: Stadt Hattingen.


Hattingen/Ruhr. Die historische Parkanlage im Ortsteil Blankenstein wird im Rahmen des Denkmalförderprogramms des Landes NRW wieder auf Vordermann gebracht. Die Baumaßnahmen werden mit einer Förderung von rund 450.000 Euro aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union für Naturschutz realisiert. „Die Maßnahme ist auch im Kontext mit der Internationalen Gartenausstellung 2027 zu sehen, bei der der Gethmannsche Garten mit anderen Projekten in Hattingen und Umgebung eine bedeutende Rolle spielt“, erklärt Jens Hendrix, Baudezernent der Stadt Hattingen.

Die Anlage ist seit ihrer Entstehung in der Zeit von 1808 bis 1835 frei zugänglich und zählt zu einer der frühesten Volksgärten in Deutschland. 2008 wurde der Gethmannsche Garten als Gartendenkmal ausgewiesen. „Mit der Umgestaltung wollen wir die Attraktivität von Grünanlagen präsentieren“, beschreibt Jens Hendrix das Vorhaben der Stadt. Auch Bürgermeister Dirk Glaser ist von dem Projekt überzeugt und sieht es als wichtige Chance für die städtische Entwicklung Hattingens.

Die Förderung ist an einen Maßnahmenkatalog gekoppelt, der verschiedene Umstrukturierungen und Naturschutzmaßnahmen beinhaltet. Grundlage für die Arbeiten ist ein speziell für den Gethmannschen Garten entwickeltes Parkpflegewerk. Um die Umsetzungen des Maßnahmenkatalogs und den dazugehörigen Arbeiten vorzubereiten, werden im Garten bis Ende Februar einige Bäume gefällt. Die Arbeiten fangen voraussichtlich am 17. Februar an und sollen circa 10 Tage andauern. Das Gebiet muss einmal durchforstet und bestehende Bäume zurückgeschnitten werden um die Lichtverhältnisse im Garten wieder zu regulieren. Die Experten sehen das als Grundlage für die Entwicklung einer größeren Artenvielfalt.

Außerdem soll eine blühende Wiese rund um den Friedrichsberg und der Wilhelmshöhe entstehen und die Pflanzung von alten Rhododendren-Sorten verteilt im Park sollen die Attraktivität des Gartens verstärken. Das Anlegen einer großzügigen Obstwiese unterhalb der Warte soll als Ausgleich zu den gefällten Bäumen dienen. „Wir verwenden dafür ausschließlich regionales zertifiziertes Saatgut. Die neu anzupflanzenden Obstbäume werden nach Richtlinien des Gartendenkmals ausgesucht und sind alte historische Sorten“, erklärt Solveig Holste, Leiterin des Fachbereichs Stadtbetriebe und Tiefbau.

Durch die gezielte Anpflanzung von Obstgehölzen können attraktive Lebensräume für bedrohte Tierarten wie Wildbienen und andere Insekten geschaffen werden. Dieser Effekt soll auch durch den Neubau von Natursteinmauern und der Erneuerung des Schneckengangs am Friedrichsberg verstärkt werden. Neben der ökologischen Vielfalt möchte die Stadt mit den Bauarbeiten auch den Erhalt der vorhandenen historischen Elemente wie die Aussichtsplattformen sichern.

stadtverwaltung

Stadt Hattingen

Postfach 80 04 56

45504 Hattingen

Tel. (0 23 24) 20 40 (Zentrale)

Fax (0 23 24) 204-3229

E-Mail

Info-Line
(Anregungen und Beschwerden)

Tel. (0 23 24) 204 3030

Weitere Durchwahlnummern und E-Mail-Adressen finden Sie bei den jeweiligen Fachbereichen.

Stadt Hattingen

Postfach 80 04 56
45504 Hattingen
Tel. +49 (2324) 20 40
E-Mail:


IMPRESSUM / DATENSCHUTZ