Biomüll richtig trennen – Gut fürs Klima und den Geldbeutel


Bürgermeister Dirk Glaser, Abfallberaterin Cornelia Padtberg und Karina Birka (v.l.n.r.) vom Ennepe-Ruhr-Kreis werfen einen Blick in Hattingens Restmülltonnen. Fotos: Stadt Hattingen


Hattingen/Ruhr. 20.000 Tonnen Biomüll landen im Ennepe-Ruhr-Kreis in der Restmülltonne. Trauriger Spitzenreiter mit 56 Prozent Biomüll im Restmüll ist Hattingen und das, obwohl es die Biotonne schon seit 1994 gibt. „Das muss sich ändern“, findet Hattingens Abfallberaterin Cornelia Padtberg. Mit einer richtigen Mülltrennung können Hattinger nicht nur Müllgebühren sparen, sondern tun auch noch etwas fürs Klima. Denn aus dem Biomüll, der auch tatsächlich in der Biotonne landet, wird im Ennepe-Ruhr-Kreis klimafreundlicher Strom gewonnen und hochwertiger Kompost erzeugt. Aufkleber auf den Restmülltonnen sollen die Bürgerinnen und Bürger jetzt bei der richtigen Mülltrennung unterstützen.



Solche Aufkleber weisen auf den Restmülltonnen darauf hin, dass Biomüll in die Biotonne gehört. 


Gemeinsam mit Elisabeth Henne und Karina Birka vom Ennepe-Ruhr-Kreis und unterstützt von Bürgermeister Dirk Glaser wurden nun die ersten Restmülltonnen auf Biomüll hin kontrolliert und mit Aufklebern mit dem Schriftzug „Kein Biomüll in die Restmülltonne“ versehen. „Schon in der ersten Straße, die wir kontrolliert haben, hatten wir eine Trefferquote von 100 Prozent. In allen Restmülltonnen war Biomüll enthalten“, erzählt Abfallberaterin Cornelia Padtberg. Die Aufkleber kommen aber auf alle Tonnen, egal ob Biomüll im Restmüll zu finden war oder nicht. „Wir wollen nicht stigmatisieren, sondern auf das Thema aufmerksam machen und Präsenz zeigen“, betont Bürgermeister Dirk Glaser.


Dabei wäre es durchaus möglich, ein Bußgeld zu verhängen, denn seit dem 1. August kann laut der neuen Kreissatzung bei einer Verunreinigung des Restmülls durch Biomüll ein Bußgeld fällig werden. Und das kann richtig teuer werden. „So ein Bußgeld würde nicht unter 100 Euro liegen“, weiß Elisabeth Henne, „da ist es günstiger richtig zu entsorgen.“ Dabei können die Bürgerinnen und Bürger sogar Abfallgebühren sparen, weil die Gebühren für die Entsorgung von Restmüll sind höher als die Gebühren für den Biomüll. Wer richtig trennt, benötigt also gegebenenfalls nur noch eine kleinere Restmülltonne und kann so Geld einsparen.


Um den Einsatz von Bußgeldern dauerhaft zu verhindern, ist aber eine deutliche Veränderung notwendig, auch wenn Cornelia Padtberg in diesem Jahr beim Thema Biomüll schon einiges erreichen konnte. „Wir haben beim Biomüll eine Steigerung von 20 Prozent, das sind etwa 250 Tonnen mehr Biomüll als im Vorjahr“, erklärt die Abfallberaterin. Bis zum 30. Juni konnten die Stadt so bereits 12 000 Euro sparen, die nicht als Abfallgebühr an den Kreis gezahlt werden müssen. Etwa 2200 bis 2400 Tonnen Biomüll entsorgte die Stadt im Jahr 2018, demgegenüber stehen 8000 Tonnen Restmüll. „Um im Ennepe-Ruhr-Kreis nicht mehr letzter zu sein, brauchen wir mindestens 1200 Tonnen mehr Biomüll“, betont Cornelia Padtberg.


„Wenn der Müll richtig getrennt wird, spart die Stadt Geld und kann die Müllgebühren dann auch senken“, erklärt Bürgermeister Dirk Glaser. Und für das Klima wird so auch etwas getan: „Zweieinhalbtausend Haushalte werden durch den Biomüll im Kreis momentan mit Strom versorgt“, weiß Elisabeth Henne. „Das kann noch mehr werden“, ist sich Bürgermeister Dirk Glaser sicher.


„Müll trennen ist so einfach“, betont Cornelia Padtberg. „Alles vor und nach dem Kochtopf gehört in die Biotonne“, ergänzt Karina Birka. Die Küchenabfälle können in Zeitungspapier eingewickelt oder in speziellen Beuteln aus Biokunststoff entsorgt werden. „Durch diese Beutel suppt auch nichts durch“, weiß Cornelia Padtberg. Erhältlich sind sie bei den städtischen Verkaufsstellen für drei Euro für 25 Stück.


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