| |
|
Hattingen/Ruhr. Bei einem vhs-Kurs lernen die Teilnehmenden die wichtigsten Aufbautechniken und die Gestaltung von figürlichen oder abstrakten Keramikobjekten. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Raku-Technik zu erlernen. Der vhs Kurs beginnt am Montag, 10. September; die Teilnahmegebühr beträgt 64 Euro. Materialkosten werden nach Verbrauch abgerechnet.
Raku wurde während der Tenshu-Ära (1573-1592) in Kyoto von dem vermutlich nicht-japanischstämmigen Dachziegelmacher Chojiro unter der Leitung des Teezeremonie-Meisters Sen Rikyu entwickelt. Chojiro Schüler Jokei stellte später die Dachziegel für Toyotomi Hideyoshis Palast Jurakudai her und bekam dadurch ein Siegel mit dem Schriftzeichen (raku, dt. "Freude") verliehen, das dieser als Familiennamen annahm und damit der Töpferdynastie ihren Namen gab. Raku-Glasuren schmelzen zwischen 800 °C und 1000 °C (Niedrigbrand). Die Glasuroberfläche reißt beim Abkühlen, wodurch das typische Krakelee entsteht. Diese "Risse" verleihen den Keramikobjekten eine ganz besondere Note.
|